taz.de -- Akinfeews bemerkenswerter Footjob: Der Fuß Gottes

Russland hat einen neuen Fetisch: den Fuß Igor Akinfeews. Der Nationalkeeper hält den letzten Elfmeter gegen Spanien spektakulär.

Bild: So könnte die zu errichtende Akinfeew-Statue vor dem Luschniki-Stadion aussehen

Für die einen ist der Fuß eine erotische Sensation. Den anderen erscheinen sofort Bilder ungepflegter Männerfüße in grotesk hässlichen Sandalen vor dem inneren Auge. Wenn es um den Körper geht, gibt es kaum einen Aspekt, bei dem Meinungen und Vorlieben weiter auseinanderliegen.

Die enorme Anzahl der Fußfetischisten weltweit erklärt Vilayanur S. Ramachandran, Neurologe an der University of California, so: Die Gehirnareale der Füße und Zehen und die der Genitalien liegen direkt nebeneinander, was zu einer Reizüberschneidung führen könne. Ist Fuß-Ball deshalb abstoßend? Oder sexy?

Igor Akinfeew hat der prickelnden und packenden Geschichte des Fußes nun ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Der Torwart und Kapitän der russischen Nationalmannschaft hat sein Team im Achtelfinale gegen Spanien mit mehreren Glanzparaden im Spiel gehalten. Im folgenden Elfmeterschießen parierte er erst gegen Koke. Beim letzten und [1][endscheidenden Elfer lieferte er dann einen sensationellen footjob ab]. Obwohl er in die linke Ecke hechtete, entschärfte er den eher mittig geschossen Elfer von Iago Aspas noch. Der Fuß Gottes.

Erstmals steht Russland im Viertelfinale einer WM. Nun liegt ihm das ganze Land zu Füßen. Ein Volk verfällt kollektiv der Podophilie. Aber Vorsicht. Russen. Eine bereits 1994 veröffentlichte Studie zeigt, dass Fußfetischismus keine realen Beziehungen ersetzen kann.

2 Jul 2018

[1] /Achtelfinale-Spanien--Russland/!5517162

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Patrick Loewenstein

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