taz.de -- Bootsunglück im östlichen Mittelmeer: Mindestens 23 Geflüchtete ertrunken

Auf dem Weg in die EU sind am Samstag zwei Schiffe mit Geflüchteten vor der griechischen Küste gesunken. Die genaue Zahl der Toten ist noch nicht klar.

Bild: Gefährliche Überfahrt nach Europa: Immer wieder sinken im Mittelmeer Boote mit Geflüchteten

Istanbul afp | Bei einem Bootsunglück vor der Küste der Türkei sind am Samstag mindestens elf Geflüchtete ums Leben gekommen. Kurz zuvor war ein weiteres Schiff mit Migranten vor der griechischen Küste gesunken. Dabei starben 12 Menschen.

Unter den Toten vor der Türkei seien acht Kinder, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Das Boot sank demnach vor der Küste des türkischen Badeorts Cesme, der gegenüber der griechischen Ägäis-Insel Chios liegt. Acht Insassen konnten gerettet werden. Die Nationalität der Migranten war zunächst unklar.

Das zweite Boot, dass kurz zuvor ebenfalls in Seenot geraten war, sank nach Angaben der Küstenwache vor der Insel Paxos im Ionischen Meer. Die 50 Migranten an Bord versuchten offenbar nach Italien gelangen.

In den vergangenen Jahren ertranken tausende Menschen im Mittelmeer, das zur gefährlichsten [1][Flüchtlingsroute] der Welt geworden ist. 2019 starben [2][nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM)] mindestens 1283 Menschen im Mittelmeer, in den vergangenen fünf Jahren waren es insgesamt mehr als 19.000.

Die Türkei ist ein wichtiges Durchgangsland für Flüchtlinge, die vor den Kriegen und Konflikten insbesondere in Syrien nach Europa fliehen. Derzeit leben in der Türkei nach offiziellen Angaben rund vier Millionen Migranten.

12 Jan 2020

[1] /Schwerpunkt-Flucht/!t5201005/

[2] /UNHCR-zu-Fluchtrouten/!5637978

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