taz.de -- Die Wahrheit: Vorfreude aufs Fest
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über coronöse Weihnachten erfreuen.
Zwanzigzwanzig, Weihnachten:
Frohlockt! Das wird ein Traum!
Mindestabstand, Schnapsverbot,
mit Maske unterm Baum.
Keiner wird gedrückt, umarmt,
und die Kinder tröten:
„Lasst uns froh und munter sein“
auf eingeschweißten Flöten.
Opa hockt alleine rum,
denn Oma sitzt im Garten.
Zur vollen Stunde wird getauscht,
bis dahin muss sie warten.
Fünf Personen maximal!
Gerechnet zimmerweise.
Gesungen werden darf um sechs,
ein Lied nur, und ganz leise.
Als Geschenke sind erlaubt:
Nur Masken oder Seife!
Alles RKI-geprüft,
sogar die rote Schleife.
Stündlich wird man abgeschrubbt,
vom Kopf bis zu den Hüften.
Und streng im Zehn-Minuten-Takt
heißt’s: Lüften! Lüften! Lüften!
Die Gans ist auch coronaclean
getestet, wer mag kosten?
Um zwölf Uhr dann der Weihnachtsgruß
vom heil’gen Christian Drosten.
19 Nov 2020
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