taz.de -- Podcast „Couchreport“: Antirassismus für Kinder
Mit Kindern über Rassismus zu sprechen, kann herausfordernd sein. Wie kann ein gutes Gespräch darüber gelingen?
Bild: Blacklivesmatter-Demonstration in Köln gegen Rassismus und Polizeigewalt
Berlin taz | Viel wurde in den vergangenen Jahren über rassistische Kinderliteratur diskutiert: Über Klassiker, in denen [1][rassistische Bezeichnungen] vorkommen, über [2][Stereotype] und fehlende [3][Diversität] in Bilderbüchern. Wie steht es aber um das Gegenteil davon – antirassistische Kinderliteratur? Davon gibt es im deutschsprachigen Raum bislang nur wenig.
Die taz-Redakteurin Saskia Hödl hat lange nach solchen Büchern gesucht und schließlich selbst eines geschrieben. „Steck mal in meiner Haut“ (Edition Michael Fischer) erklärt leicht verständlich all das, was sonst für Kinder so kompliziert erscheint: Was ist Rassismus? Was ist Raubkunst, der Holocaust?
Ihr Buch richtet sich an Kinder ab 5 Jahre, beinhaltet aber auch Hilfestellungen für Erwachsene. Zusammen mit taz-Redakteurin Fatma Aydemir redet Saskia Hödl in einer neuen Folge „Couchreport“ darüber, wie man am besten mit [4][Kindern über Rassismus] spricht: Wann ist das richtige Alter dafür? Auf welche Aspekte kommt es an? Und wie erzählt man von Rassismus, ohne Stereotype zu reproduzieren?
„Wichtig ist“, sagt Hödl, „dass Kinder verstehen, dass es die eine Normalität nicht gibt. Dass sie lernen, dass wir Menschen einerseits alle gleich sind, andererseits aber auch sehr unterschiedlich.“
„[5][Couchreport]“, der taz-Podcast über Gesellschaft, Popkultur und Medien, immer monatlich auf taz.de, Spotify, Deezer und iTunes.
24 May 2022
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