taz.de -- Anwärter für Oscars: Netflix-Musical „Emilia Pérez“ 13 mal nominiert

Für die 97. Oscars sind die Musicals „Emilia Pérez“, „Wicked“ und „Der Brutalist“ am häufigsten nominiert. Filmemacher Mohammad Rasoulof tritt für Deutschland an.

Bild: Die Anwältin Rita (Zoe Saldana) und ihre Klientin Emilia Pérez (Karla Sofía Gascón) in „Emilia Peréz“

BERLIN dpa/taz | Das [1][Kömödien-Thriller-Musical „Emilia Pérez“] über Transgender-Identität hat in diesem Jahr die meisten Oscar-Nominierungen erhalten. Der Netflix-Film wurde am Donnerstag 13 Mal nominiert. Daneben gehen das Drama „Der Brutalist“ und das [2][Musical „Wicked“] mit den meisten Nominierungen in die diesjährige Oscar-Verleihung. Beide Filme wurden jeweils 10 Mal nominiert, wie die Veranstalter mitteilten.

Mit ihnen konkurrieren um die Auszeichnung bester Film [3][Sean Bakers Komödie „Anora“], das Bob-Dylan Biopic „Like A Complete Unknown“ von James Mangold, [4][Edward Bergers acht Mal nominierter Vatikan-Thriller „Konklave“], Denis Villeneuves Science-Fiction-Literaturadaption „Dune: Part 2“, Walter Salles brasilianisches Historiendrama „Für immer hier“, RaMell Ross' Debütfilm „Nickel Boys“ und [5][Coralie Fargeats groteske Schönheits-Satire „The Substance“].

Das Drama [6][„Die Saat des heiligen Feigenbaums“ des in Hamburg lebenden iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof] wurde für Deutschland in der Sparte International Feature Film nominiert.

Als bester Schauspieler wurden nominiert: Adrien Brody („Der Brutalist“), Timothée Chalamet („Like A Complete Unknown“), Colman Domingo („Sing Sing“), Ralph Fiennes („Konklave“) und Sebastian Stan („The Apprentice“). In der Kategorie beste Schauspielerin im Rennen sind Demi Moore („The Substance“), Cynthia Erivo („Wicked“), Mikey Madison („Anora“), Karla Sofía Gascón („Emilia Pérez“) und Fernanda Torres („Für immer hier“).

Die Oscar-Verleihung ist für den 2. März geplant.

23 Jan 2025

[1] /Emilia-Perez-Regisseur-Jacques-Audiard/!6048474

[2] /Musical-Verfilmung-Wicked/!6051864

[3] /Mikey-Madison-verkoerpert-in-Anora-die-Prinzessin-der-Gegenwart/!6043089

[4] /Papstwahl-als-Polit-Thriller-im-Kino/!6048833

[5] /The-Substance-im-Kino/!6034358

[6] /Mohammad-Rasoulof-ueber-seinen-neuen-Film/!6057439

TAGS

Kino

Oscars

Nominierung

Musical

Schwerpunkt LGBTQIA

Oscars

wochentaz

Mohammad Rasoulof

Spielfilm

ARTIKEL ZUM THEMA

Skandal um „Emilia Perez“: Keine Heldin ohne Fehler

Wegen alter rassistischer Tweets wird „Emilia Perez“-Star Karla Sofía Gascón heftig kritisiert. Dabei wird die Botschaft des Filmes ignoriert.

Filme des Jahres: Mehr Song wagen

Die Filme des Jahres zeigen Mut zum Musical und zu weiblichen Perspektiven. Das deutsche Kino will mit Mohammad Rasoulof einen Oscar holen.

Mohammad Rasoulof über seinen neuen Film: „All diese Drehbücher halten mich am Leben“

Der Regisseur von „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ floh vor der Repression des iranischen Regimes nach Deutschland. Ein Gespräch über die Arbeit unter totalitären Systemen.

Emilia-Pérez-Regisseur Jacques Audiard: „Ich kann damit nichts anfangen“

„Emilia Pérez“ ist ein Musical im mexikanischen Narco-Milieu mit einer Transperson als Hauptfigur. Regisseur Jacques Audiard sagt, warum er das darf – und was ihn an Gewaltdarstellungen im Kino stört.