taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Russischer Angriff auf ukrainisches Cherson verletzt Kinder
Der Bombenangriff zerstört ein Hochhaus in Cherson. In Odessa greift Russland weiterhin die Energieinfrastruktur in der Ukraine an.
Bild: Ein zerstörtes Wohnhaus in Cherson nach einem Angriff der russischen Armee
Bei einem russischen Bombenangriff auf die GroĂstadt Cherson im SĂŒden der Ukraine wurde ein Hochhaus zerstört. Nach vorlĂ€ufigen Behördenangaben wurden mindestens sechs Menschen als Folge des Einschlags verletzt, unter ihnen zwei 13 Jahre alte Kinder. âDie Mutter der verletzten Kinder liegt vermutlich noch unter den TrĂŒmmernâ, teilte der MilitĂ€rgouverneur der Region, Olexander Prokudin auf Telegram mit. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten laufen.
Auf Bildern ist zu erkennen, dass ein kompletter Hauseingang eines zehnstöckigen GebÀudes zerstört und teilweise eingebrochen ist. Auch die umliegenden HÀuser haben durch die Wucht der Detonationswelle SchÀden davongetragen.
Russland setzt in seinem Krieg gegen die Ukraine zunehmend [1][schwere Gleitbomben ein,] die von Flugzeugen noch weit vor der Front fallengelassen werden und dann ĂŒber Dutzende Kilometer hinweg ins Ziel segeln. Die Zerstörungskraft dieser Bomben ist gewaltig, das Risiko der Piloten gering, da sie auĂerhalb der Reichweite der Flugabwehr agieren. (dpa)
Angriff auf Energieanlagen in Odessa
Die russischen StreitkrĂ€fte haben nach ukrainischen Angaben [2][Energieanlagen] in der Region Odessa im SĂŒden der Ukraine angegriffen. Der Energieversorger DTEK teilt mit, seine Anlagen seien die zweite Nacht in Folge beschossen worden. Nach einem Angriff am Mittwoch seien in einem Bezirk von Odessa Strom und Heizung ausgefallen. Die russischen Truppen greifen seit langem immer wieder kritische Infrastruktur in der Ukraine an. (rtr)
Russische Truppen erobern Gebiete in Kursk zurĂŒck
Die russischen StreitkrĂ€fte haben ihrem Generalstab zufolge einen GroĂteil der von der Ukraine eingenommenen Gebiete in der russischen Oblast Kursk zurĂŒckerobert. âĂber 800 Quadratkilometer wurden befreit, das sind etwa 64 Prozent des ursprĂŒnglich vom Feind besetzten Territoriums (1268 Quadratkilometer)â, sagt Generaloberst Sergej Rudskoi vom Generalstab der Zeitung âKrasnaja Swesdaâ. Russland rĂŒcke gegen die ukrainischen Truppen in alle Richtungen vor. Das ukrainische MilitĂ€r war Anfang August in Kursk eingerĂŒckt, um einen Entlastungsangriff an der Ostfront vorzunehmen. Seither liefern sich ukrainische und russische Soldaten auf russischem Gebiet heftige KĂ€mpfe. Kursk grenzt an die ukrainische Region Sumy im Nordosten. (rtr)
Trump kritisiert Selenskyj
[3][US-PrĂ€sident Donald Trump] hat seine Kritik am ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj erneuert. Selenskyj hĂ€tte bei den GesprĂ€chen mit Russland dabei sein können, wenn er gewollt hĂ€tte, sagte Trump auf einer Konferenz in Florida. Selenskyj mache âeinen schrecklichen Jobâ. Trump sagte weiter, er hoffe auf einen baldigen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine. (rtr)
20 Feb 2025
LINKS
[1] /An-der-Front-bei-Charkiw/!6020744
[2] /Atomkraft-in-der-Ukraine/!6070479
[3] /US-Praesident-Trump-und-die-Ukraine/!6070931
TAGS
Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
ARTIKEL ZUM THEMA
Donald Trump zu Ukraine: Trump bezeichnet Selenskyj als Diktator
Zuvor hatte der US-PrĂ€sident der Ukraine die Schuld am Krieg gegeben. Erstmals besucht der US-Sonderbeauftragte fĂŒr die Ukraine Kyjiw.
US-PrĂ€sident Trump und die Ukraine: Fake-News aus dem WeiĂen Haus
Jede ĂuĂerung von Trump verfolgen die Ukrainer genau. Die angeblichen vier Prozent Zustimmung fĂŒr PrĂ€sident Selenskyj sind Top-Thema von Kommentaren.
Treffen in Riad: Russland und USA beschnuppern sich vorsichtig
Die AuĂenminister Lawrow und Rubio ziehen eine positive Bilanz ihres ersten Treffens in Saudi-Arabien. Nicht nur die Ukraine war dort ein Thema.