taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Drohnenangriff auf Kyjiw

Russland hat die Ukraine nach deren Angaben in der Nacht mit 147 Drohnen angegriffen. Unter den drei Toten soll auch ein Kind sein.

Bild: Ein Bewohner blickt aus dem Fenster eines Wohnhauses, das in der Nacht von einer russischen Drohne beschädigt wurde

Drei Tote nach Angriff auf Kyjiw

Nach dem [1][russischen Drohnenangriff] auf Kyjiw hat sich die Zahl der Toten nach ukrainischen Angaben auf mindestens drei erhöht. Bei der Beseitigung von Trümmern sei die Leiche eines fünfjährigen Kindes gefunden worden, teilt der staatliche Rettungsdienst auf Telegram mit. Am selben Ort war zuvor schon die Leiche eines Mannes gefunden worden. In einem anderen Stadtteil wurde den Einsatzkräften zufolge eine Frau getötet, nachdem Drohnentrümmer ein Feuer in einem Hochhaus ausgelöst hatten. Zunächst hatten die Behörden zwei Todesopfer gemeldet.

Russland hat die Ukraine nach deren Angaben in der Nacht mit 147 Drohnen angegriffen. Die Luftwaffe teilt auf Telegram mit, 97 Drohnen seien von den Luftabwehrkräften zerstört worden. Weitere 25 Drohnen hätten ihr Ziel nicht erreicht. Zuvor war von russischen Drohnenangriffen vor allem auf Kyjiw und Umgebung berichtet worden. (rtr)

Russland: Haben 59 ukrainische Drohnen abgeschossen

[2][Russische Luftabwehreinheiten] haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 59 ukrainische Drohnen zerstört. 29 der Drohnen seien über der Region Rostow im Süden Russlands abgeschossen worden, 20 über der Region Astrachan und die übrigen über den Regionen Woronesch, Wolgograd, Kursk und Saratow sowie über der Krim, teilt das Ministerium auf dem Nachrichtendienst Telegram mit.

Bei einem Drohnenangriff in der südrussischen Region Rostow ist nach Angaben des Gouverneurs ein Mensch in einem Auto getötet worden. „Ein Auto geriet durch einen Drohnenangriff in Brand“, schreibt der Gouverneur Juri Sljusar in einem Beitrag in der Messaging-App Telegram. „Eine Person im Auto wurde getötet.“ (rtr)

Selenskyj besucht Front im Osten der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Frontabschnitt nahe der schwer umkämpften Stadt Pokrowsk im ostukrainischen Gebiet Donezk besucht. Auf Videos ist er bei der Auszeichnung von Soldaten und bei einer Besprechung in einem Kommandopunkt zu sehen. Später reiste er in die Region Charkiw zu einem weiteren Truppenbesuch und einer Sitzung mit der Militärführung weiter.

Die Kleinstadt Pokrowsk ist seit Sommer 2024 einer der Schwerpunkte russischer Angriffe. Die russischen Truppen stehen teilweise bereits südwestlich der Stadt, konnten zuletzt aber keine Geländegewinne mehr erzielen.

Die vollständige Eroberung des Gebietes Donezk ist eins der Kriegsziele Russlands in der seit mehr als drei Jahren andauernden Invasion. Daneben hat Kremlchef Wladimir Putin im Herbst 2022 auch die Annexion der ukrainischen Gebiete Luhansk, Cherson und Saporischschja verkündet – obwohl Russland sie bis heute nur teilweise kontrolliert. Die Halbinsel Krim hatte Russland bereits 2014 annektiert. Bei einem Treffen mit Unternehmern hat Putin Medienberichten zufolge zuletzt erklärt, Ansprüche auf weitere ukrainische Gebiete zu erheben, wenn Kyjiw nicht bald seinen jetzigen Forderungen zustimmt. (dpa)

23 Mar 2025

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