taz.de -- Israels Angriff auf den Iran: Gegenangriff auf Israel hat begonnen
Der Iran feuert Raketen auf Israel, eine Vergeltung nach den israelischen Angriffen. In Iran wurden fast 100 Menschen getötet und eine Atomanlage zerstört.
Bild: Teheran nach dem Angriff: Ein Feuerwehrmann im Einsatz
Israel hat [1][in der Nacht zu Freitag den Iran angegriffen]. Dabei [2][wurden Atomanlagen attackiert] sowie offenbar fĂŒhrende Personen aus [3][Revolutionsgarden] und [4][Atomforschung] getötet. Als Grund nannte das israelische MilitĂ€r, der Iran habe bei der Entwicklung einer Atombombe kurz vor einem âpoint of no returnâ gestanden.
Mit etwa 200 Kampfflugzeugen seien mehr als 100 Ziele im Iran angegriffen worden, darunter die iranischen Atomanlagen. Dabei seien 330 verschiedene Munitionsarten eingesetzt worden, erklÀrte der Sprecher.
Der [5][Iran kĂŒndigte umgehend Vergeltung an]. Er hat daraufhin mehr als 100 Drohnen in Richtung Israel geschickt, [6][meldet das israelische MilitĂ€r]. Inzwischen gab das MilitĂ€r aber [7][Entwarnung fĂŒr seine BĂŒrger].
Putin bietet sich als Vermittler an
20:43 Uhr: In TelefongesprĂ€chen mit dem iranischen PrĂ€sidenten Massud Peseschkian und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu habe Putin das israelische Vorgehen verurteilt, das gegen die UN-Charta und internationales Recht verstoĂe, erklĂ€rte der Kreml am Freitagabend. Gleichzeitig habe Putin Netanjahu seine Bereitschaft erklĂ€rt, âVermittlungsarbeit zu leistenâ, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Peseschkian versicherte nach iranischen Angaben bei seinem Telefonat mit Putin, dass sein Land nicht die Entwicklung von Atomwaffen beabsichtige. Peseschkian wurde in einer am Freitagabend veröffentlichten Mitteilung der iranischen PrĂ€sidentschaft mit den Worten zitiert, die islamische Republik habe âstets betont, dass sie nicht nach Atomwaffen strebt und jederzeit bereit ist, den zustĂ€ndigen internationalen Behörden in dieser Hinsicht Garantien zu gebenâ. (afp)
Iran feuert hunderte Raketen auf Israel
20:26 Uhr: Als Reaktion auf den israelischen GroĂangriff hat der Iran nach eigenen Angaben Hunderte Raketen auf Israel abgefeuert. Vor wenigen Minuten habe der massive Raketenbeschuss begonnen, hieĂ es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Mitteilung. (dpa)
Israelische Armee ruft Bevölkerung auf, Schutz zu suchen
19:50 Uhr: Nach dem Beginn massiver Angriffe auf MilitĂ€rstĂŒtzpunkte und Atomanlagen im Iran hat die israelische Armee die Bevölkerung im eigenen Land aufgefordert, bis auf Weiteres in der NĂ€he von SchutzrĂ€umen zu bleiben. Das Landesverteidigungskommando rufe âdie Bewohner des ganzen Landes auf, in der NĂ€he geschĂŒtzter RĂ€ume zu bleibenâ, erklĂ€rte die Armee am Freitagabend. (afp)
Atomanlage in Isfahan, Iran, getroffen
19:46 Uhr: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die iranische Atomanlage Isfahan bei einem Angriff getroffen. âIch kann jetzt bestĂ€tigen, dass wir die Atomanlage in Isfahan getroffen haben. Der Einsatz geht weiterâ, sagte Armeesprecher Effie Defrin am Freitagabend vor Journalisten. Iranische Medien hatten zuvor eine âenorme Explosionâ in Isfahan gemeldet. (afp)
Mindestens 96 Tote in Iran
18:35 Uhr: Berichten zufolge sind mindestens 96 Menschen getötet worden. Die Nachrichtenagentur Isna berichtete von 18 Toten in der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes. In der Provinz Teheran kamen laut ĂŒbereinstimmenden Medienberichten mindestens 78 Menschen ums Leben. (dpa)
Iranische Revolutionsgarde droht Vergeltung an
17:50 Uhr: Nach der Tötung des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden hat dessen Nachfolger Israel mit Rache gedroht. âAls Vergeltung fĂŒr das vergossene Blut von Kommandeuren, Wissenschaftlern und unschuldigen Menschen werden sich schon bald die Tore der Hölle fĂŒr dieses kindermörderische Regime öffnenâ, schrieb der neue Kommandeur der Revolutionsgarden, Generalmajor Mohammed Pakpur, laut der Nachrichtenagentur Isna in einem Schreiben an Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei (dpa)
Truppen in allen israelischen Kampfgebieten
17:44 Uhr: Das israelische MilitĂ€r hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Truppen in âallen Kampfgebietenâ im Land zu stationieren. Zudem wĂŒrden Reservisten aus verschiedenen MilitĂ€reinheiten mobilisiert, um âVorbereitungen fĂŒr die Verteidigung und Offensiveâ zu treffen, teilten die israelischen StreitkrĂ€fte am Freitag mit. Beobachter rechnen nach den israelischen GroĂangriffen auf nukleare Anlagen und andere Ziele im Iran in der Nacht zum Freitag mit einem Vergeltungsangriff Teherans oder mit dem Iran verbĂŒndeter Gruppen an der Grenze zu Israel.
In einer ersten Reaktion feuerte der Iran mehr als 100 Drohnen ab, die die israelische Luftabwehr nach MilitĂ€rangaben auĂerhalb Israels abfing. (ap)
Iran schlieĂt Museen nach israelischen GroĂangriffen
17.16 Uhr: Museen im Iran haben nach den GroĂangriffen durch Israel bis auf weiteres ihre Pforten geschlossen. Angeordnet worden sei die MaĂnahme vom Leiter des iranischen Kulturerbes, Ali Darabi, meldete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Borna am Freitag. SchlieĂungen von Kultureinrichtungen wurden im Iran in der Vergangenheit nur bei auĂergewöhnlichen UmstĂ€nden veranlasst, etwa wĂ€hrend der Islamischen Revolution 1979, dem Iran-Irak-Krieg in den 1980er Jahren und der Corona-Pandemie. (ap)
Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Iran einberufen
17.06 Uhr: Nach den schweren israelischen Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im Iran berĂ€t der UN-Sicherheitsrat am Freitag in einer Dringlichkeitssitzung ĂŒber die Lage. Das Treffen findet um 21.00 Uhr MESZ statt, wie der Vorsitz des Sicherheitsrats mitteilte. Nach Diplomatenangaben wurde die Sitzung vom Iran beantragt und wird von Russland und China unterstĂŒtzt. (afp)
Hamas erklÀrt ihre SolidaritÀt mit dem Iran
16.25 Uhr: Die militant-islamistische Hamas hat nach den israelischen Angriffen auf den Iran vom Freitag ihre SolidaritĂ€t mit dem Land erklĂ€rt. Die Hamas sprach in einer Mitteilung von einer âbrutalen zionistischen Aggression, die in erster Linie auf die UnterstĂŒtzung des Irans fĂŒr die PalĂ€stinenser und seine bedeutende UnterstĂŒtzung ihrer ehrwĂŒrdigen WiderstandskĂ€mpferâ zurĂŒckgehe. Ein Sprecher des bewaffneten FlĂŒgels der Hamas, Abu Ubaida, Ă€uĂerte zudem sein Bedauern ĂŒber den Tod ranghoher iranischer Vertreter und anderer, die bei den Angriffen ums Leben kamen. Die Hamas hatte im Oktober 2023 Israel angegriffen, womit sie den Gaza-Krieg auslöste. Israel begann eine Vergeltungsoffensive im Gazastreifen, der von der Hamas regiert wird. (ap)
Gouverneur: Mindestens acht Tote bei israelischen Angriffen im Nordwesten Irans
16.24 Uhr: Bei israelischen Angriffen auf die Stadt TĂ€bris und Umgebung im Nordwesten des Iran sind am Freitag nach Angaben der Behörden mindestens acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt worden. âNach jetzigem Stand wurden mindestens acht Menschen durch die Angriffe des zionistischen Regimes getötetâ, zitierte die Nachrichtenagentur Isna den Gouverneur der Provinz Ost-Aserbaidschan, Madschid Farschi. TĂ€bris ist Verwaltungshauptstadt der Provinz. (afp)
USA verlagern vor möglicher Vergeltung des Irans Schiffe
15.55 Uhr: Die USA Ă€ndern nach den israelischen Angriffen auf den Iran und angesichts einer möglichen Vergeltung durch Teheran den Standort von Kriegsschiffen im Nahen Osten. Die US-Marine habe den Zerstörer âUSS Thomas Hudnerâ angewiesen, in Richtung östliches Mittelmeer zu fahren, verlautete am Freitag aus US-Regierungskreisen. Zudem sei ein weiterer Zerstörer aufgefordert worden, sich in Bewegung zu setzen, um bei Bedarf verfĂŒgbar zu sein. (ap)
Iran: âStarke Detonationâ nahe Luftwaffenbasis zu hören
15.40 Uhr: Im Iran ist am Freitagnachmittag in der NĂ€he einer MilitĂ€rbasis eine laute Detonation zu hören gewesen. âVor einigen Stunden war eine starke Detonation in der NĂ€he von Hamedan zu hörenâ, berichtete die amtliche Nachrichenagentur Irna. Ihren Informationen zufolge sei sie âin der NĂ€he der Luftwaffenbasis Nojehâ zu hören gewesen. Die westiranische Stadt Hamedan ist rund 300 Kilometer von der Hauptstadt Teheran entfernt. (afp)
Unsicherheit nach Israels Angriff auf Iran treibt Goldpreis in die Höhe
15.18 Uhr: Die Unsicherheit an den MĂ€rkten infolge der israelischen Angriffe auf Ziele im Iran treibt den Goldpreis in die Höhe. Das Edelmetall nĂ€herte sich am Freitag der Rekordmarke von 3500 Dollar pro Unze, gegen Mittag notierte der Kurs bei rund 3430 Dollar. âDas Umfeld erhöhter Risiken hat an den FinanzmĂ€rkten eine Flucht in sichere HĂ€fen ausgelöstâ, erklĂ€rte Ricardo Evangelista, Analyst bei ActivTrades. (afp)
Berichte: 78 Tote nach Angriffen in Provinz Teheran
14.58 Uhr: Bei dem israelischen GroĂangriff im Iran sind alleine in der Provinz Teheran nach Medienberichten mindestens 78 Menschen getötet worden. 329 Menschen seien verletzt worden, berichteten iranische Medien ĂŒbereinstimmend. Offizielle Angaben ĂŒber Opfer gab es zunĂ€chst nicht. Ziel der israelischen Angriffe in Teheran waren neben MilitĂ€reinrichtungen vor allem hochrangige Offiziere. Diese wurden auch in dicht besiedelten Vierteln der Millionenmetropole bei nĂ€chtlichen Attacken getroffen. Bewohner der Hauptstadt berichteten der Deutschen Presse-Agentur von mehreren zivilen Todesopfern. (dpa)
Erdogan: Israel will die Welt in eine âKatastropheâ stĂŒrzen
14.56 Uhr: Der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan hat angesichts der israelischen Angriffe auf den Iran gewarnt, Israel wolle die Welt in eine âKatastropheâ stĂŒrzen und die internationale Gemeinschaft aufgerufen, Israels âVerbrechertumâ zu beenden. Israel verfolge die Strategie, âunsere Region, insbesondere den Gazastreifen, in Blut, TrĂ€nen und InstabilitĂ€t zu ertrĂ€nkenâ, betonte der PrĂ€sident, der als Kritiker Israels und Verfechter der palĂ€stinensischen Sache gilt. âIsraels Angriffe auf unseren Nachbarn Iran sind eine klare Provokation, die das Völkerrecht missachtetâ, fĂŒgte Erdogan hinzu. âDie internationale Gemeinschaft muss dem israelischen Verbrechertum, das auf die globale und regionale StabilitĂ€t abzielt, ein Ende setzenâ, sagte Erdogan. âIsrael versucht, die Region und die ganze Welt mit seinen rĂŒcksichtslosen, aggressiven und gesetzlosen Aktionen in eine Katastrophe zu stĂŒrzenâ, betonte Erdogan. (afp)
Linken-Chef: Israels Angriff nicht mit Selbstverteidigung zu rechtfertigen
14.49 Uhr: Die Linkspartei hat den Angriff Israels auf den Iran als eine âschwere Verletzung des Völkerrechtsâ verurteilt. Das Vorgehen sei eine âgefĂ€hrliche Eskalationâ und auch ânicht mit Selbstverteidigung zu rechtfertigenâ, erklĂ€rte Parteichef Jan van Aken am Freitag. âAlle Seiten mĂŒssen sofort deeskalieren, auch um die betroffene Zivilbevölkerung in Iran und Israel zu schĂŒtzen.â Der UN-Sicherheitsrat mĂŒsse noch am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, âum den Angriff zu verurteilenâ, forderte van Aken. Mit dem Angriff seien nun âalle Chancen auf eine weitere diplomatische Lösung torpediertâ, fuhr der Parteichef mit Blick auf den Konflikt um das iranische Atomprogramm hinzu. Es sei nun kaum vorstellbar, dass Teheran weiterhin Kontrollen seiner Atomanlagen zulasse. (afp)
Macron betont Israels Recht auf Selbstverteidigung
14.02 Uhr: Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron hebt Israels Recht auf Selbstverteidigung hervor. Frankreich habe das iranische Atomprogramm wiederholt verurteilt, erklÀrt Macron, der Israel im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg hÀufig kritisiert hat, auf der Online-Plattform X. Er habe mit mehreren Staats- und Regierungschefs gesprochen, darunter Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman und US-PrÀsident Donald Trump. Den israelischen MinisterprÀsidenten Benjamin Netanjahu erwÀhnte Macron in diesem Zusammenhang nicht. (rtr)
Agentur: Explosion in iranischer Stadt Hamedan
13.55 Uhr: In der iranischen Stadt Hamedan im Westen des Landes ist eine laute Explosion zu hören, wie die amtliche Nachrichtenagentur Mahr meldet. (rtr)
Trump spricht von âzweiter Chanceâ fĂŒr den Iran
13.47 Uhr: US-PrĂ€sident Donald Trump hat nach eigenen Angaben dem Iran vor zwei Monaten ein 60-Tage-Ultimatum fĂŒr einen Atomdeal gesetzt. âSie hĂ€tten es tun sollen! Heute ist Tag 61â, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. âIch habe ihnen gesagt, was zu tun ist, aber sie konnten es einfach nicht umsetzen.â Trump deutet jedoch an, dass es möglicherweise noch diplomatische SpielrĂ€ume geben könnte. âJetzt haben sie vielleicht eine zweite Chance!â, schreibt er mit Blick auf die Regierung in Teheran. In einem Interview mit dem US-Sender ABC nannte US-PrĂ€sident Donald Trump die israelischen Angriffe auf den Iran âexzellentâ. Es werde hier noch âmehr kommen, sehr viel mehrâ, sagte Trump. âIch denke, es ist exzellent gewesen. Wir haben ihnen eine Chance gegeben, und sie haben sie nicht genutztâ, sagte Trump mit Blick auf jĂŒngste Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ĂŒber dessen Atomprogramm. âSie wurden hart getroffen, sehr hart. Sie wurden so hart getroffen, wie man nur getroffen werden kann. Und es wird mehr kommen, sehr viel mehr.â (rtr)
Dobrindt hĂ€lt Israels Angriff fĂŒr richtig
13.43 Uhr: Nach dem israelischen GroĂangriff auf Ziele im Iran werden die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz jĂŒdischer und israelischer Einrichtungen in Deutschland verstĂ€rkt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte zum Abschluss der Innenministerkonferenz (IMK) in Bremerhaven, er sei zu dem Ergebnis gekommen, âdass die von Israel heute Nacht durchgefĂŒhrten MaĂnahmen und Operationen der Sicherheit und der Existenz Israels dienlich sindâ. Er fĂŒgte hinzu, die Innenminister von Bund und LĂ€ndern hĂ€tten vereinbart, Vorkehrungen zu treffen, um einen erhöhten Schutz jĂŒdischer und israelischer Einrichtungen zu ermöglichen. Damit sei man gewappnet fĂŒr den Fall, dass sich aus der Situation in Nahost eine mögliche Bedrohungslage in Deutschland entwickeln sollte. (dpa)
Iran verhÀngt landesweite Internet-Sperren
13.43 Uhr: Der Iran hat wegen der israelischen Angriffe landesweite Internet-Sperren angeordnet. Das Kommunikationsministerium habe âvorĂŒbergehende BeschrĂ€nkungenâ verhĂ€ngt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna am Freitag unter Berufung auf das Ministerium. Die BeschrĂ€nkungen wĂŒrden erst bei einer RĂŒckkehr zur âNormalitĂ€tâ wieder aufgehoben. (afp)
Klingbeil: Weitere Eskalation vermeiden
13.20 Uhr: Vizekanzler Lars Klingbeil mahnt zur Besonnenheit. âEine weitere Eskalation muss jetzt vermieden werdenâ, erklĂ€rt der SPD-Chef. âGerade der Schutz von Zivilisten muss fĂŒr alle Seiten oberste PrioritĂ€t haben.â Alle diplomatischen Mittel mĂŒssten jetzt genutzt werden, âdamit es zu keiner weiteren gefĂ€hrlichen Gewaltspirale kommt, die die Sicherheit in der gesamten Region gefĂ€hrdetâ. DafĂŒr setze sich Deutschland gemeinsam mit seinen internationalen Partnern intensiv ein. âFĂŒr uns ist klar: Das iranische Mullah-Regime bedroht mit seinem Nuklearprogramm Israel und die gesamte Region. Israel hat das Recht, seine Existenz und seine Sicherheit zu verteidigenâ, betont der Bundesfinanzminister. (rtr)
Israel: Atomanlage Natans erheblich beschÀdigt
13.27 Uhr: Die wichtigste iranische Anlage zur Uran-Anreicherung in Natans ist nach Angaben des israelischen MilitÀrs bei den Angriffen erheblich beschÀdigt worden. Das israelische MilitÀr operiere nach einem stufenweisen Angriffsplan, sagt der israelische MilitÀrsprecher Brigadegeneral Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Er deutete an, dass der Einsatz langwierig sein könnte. (rtr)
Irans PrĂ€sident kĂŒndigt mĂ€chtige Antwort an
13.20 Uhr: Der iranische PrĂ€sident Massud Peseschkian kĂŒndigt eine legitime und mĂ€chtige Antwort an, âdie Israel seine törichte Aktion bedauern lassen wirdâ. Zugleich wirbt Peseschkian fĂŒr die iranische Regierung. Die Bevölkerung des Landes könne ihrer FĂŒhrung vertrauen, sie mĂŒsse zu ihr stehen, sagt er in einer Ansprache zur Nation. (rtr)
Hisbollah macht USA fĂŒr Angriff Israels auf den Iran verantwortlich
13.17 Uhr: Die libanesische Hisbollah hat den USA eine Verantwortung fĂŒr den Angriff Israels auf den Iran zugeschrieben. Washington habe eine âGenehmigung, Koordinierung und direkte Vertuschungâ zur VerfĂŒgung gestellt, teilte die vom Iran unterstĂŒtzte militante Hisbollah am Freitag mit. Israel habe âalle roten Linien ĂŒberschrittenâ. In einer Stellungnahme sprach die Gruppe dem Iran ihr Beileid aus, drohte aber nicht damit, sich Vergeltungsaktionen des Landes anzuschlieĂen. (ap)
Iranische Medien: Feuer auf Flughafen von TĂ€bris nach israelischem Angriff
13.16 Uhr: Nach einem israelischen Angriff im Iran ist auf dem Flughafen von TĂ€bris im Nordwesten des Landes Berichten zufolge ein Feuer ausgebrochen. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr verbreitete am Freitag ein Video, auf dem Flammen und Rauch ĂŒber dem Flughafen der Hauptstadt der Provinz Ost-Aserbaidschan zu sehen sind. Es handele sich um aktuelle Bilder von dem Flughafen. Am Freitagmittag war im Nordwesten des Iran eine weitere Serie von Explosionen registriert worden, wie das iranische Staatsfernsehen meldete. Diese ereigneten sich demnach in der Provinz Ost-Aserbaidschan. Auch einen weiteren Angriff auf Natans meldete das Staatsfernsehen am Mittag. (afp)
Chef des iranischen Raketenprogramms getötet
13.15 Uhr: Israel hat nach eigenen Angaben den Chef des Raketenprogramms der iranischen Revolutionsgarde, Amir Ali Hadschisadeh, getötet. Das iranische Staatsfernsehen bestĂ€tigte den Tod am Freitag. Es hatte aber bereits seit einiger Zeit GerĂŒchte zum Tod von Hadschisadeh im Internet gegeben. (afp)
Israels Luftwaffe wehrt weitere Drohnenangriffe aus dem Iran ab
13.09 Uhr: Nach dem israelischen GroĂangriff auf den Iran hat Teheran nach israelischen Armeeangaben weitere Drohnen in Richtung Israel abgefeuert. âDie israelische Luftwaffe fĂ€ngt weiterhin aus dem Iran auf israelisches Staatsgebiet abgefeuerte unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) abâ, erklĂ€rte die Armee am Freitag. Am Morgen hatte Israel bereits rund 100 iranische Drohnenangriffe gemeldet. (afp)
Botschaft in Schweden: Israel schlieĂt diplomatische Vertretungen weltweit
13.07 Uhr: Israel schlieĂt angesichts der Eskalation in Nahost nach Angaben seiner Botschaft in Schweden seine diplomatischen Vertretungen weltweit. Konsularische Dienstleistungen wĂŒrden vorerst nicht mehr angeboten, teilt die Botschaft in Stockholm mit. Wie lange die Vertretungen geschlossen bleiben sollen, wurde nicht mitgeteilt. (rtr)
Russland wirft Israel âGrĂ€ueltatenâ vor
12.56 Uhr: Das russische AuĂenministerium hat die israelischen Angriffe auf den Iran als âGrĂ€ueltatenâ und VerstoĂ gegen UN-Recht scharf verurteilt. âUnprovozierte MilitĂ€rschlĂ€ge gegen einen souverĂ€nen UN-Mitgliedstaat, seine BĂŒrger, friedlich schlafende StĂ€dte und Infrastruktureinrichtungen fĂŒr Kernenergie sind kategorisch inakzeptabelâ, teilte das Ministerium in Moskau mit. âDie internationale Gemeinschaft kann es sich nicht leisten, gegenĂŒber solchen GrĂ€ueltaten gleichgĂŒltig zu sein.â Russland erwarte von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eine AufklĂ€rung ĂŒber mögliche radiologische Folgen der SchlĂ€ge gegen die Nuklearanlagen. (dpa)
Israel meldet Tötung von Raketenprogrammchef im Iran
12.49 Uhr: Israel hat nach eigenen Angaben den Chef des Raketenprogramms der iranischen Revolutionsgarde, Amir Ali Hadschisadeh, getötet. Der Iran bestĂ€tigte das am Freitag zunĂ€chst nicht offiziell. Es hatte aber bereits seit einiger Zeit GerĂŒchte zum Tod von Hadschisadeh im Internet gegeben. (ap)
Neue Welle von israelischen Angriffen im Iran
12.38 Uhr: Israel hat Medienberichten zufolge eine neue Welle von Angriffen auf den Iran ausgefĂŒhrt. Explosionen ereigneten sich unter anderem in den MillionenstĂ€dten Tabris, Schiras und bei der Atomanlage Natans, wie iranische Medien berichteten. Auf einem Video des Onlineportals Iran Nuances, die einen Angriff auf Natans zeigen soll, waren gewaltige Rauchschwaden nach Explosionen zu sehen. In Schiras sei eine Luftwaffenbasis getroffen worden, berichtete das Portal Khabaronline. Der Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation Behrus Kamalwandi bestĂ€tigte unterdessen im Staatsfernsehen SchĂ€den an der unterirdischen Anlage Natans. (dpa)
Trump dringt auf Atom-Deal: âNĂ€chste Angriffe bereits geplantâ
12.34 Uhr: US-PrĂ€sident Donald Trump drĂ€ngt die iranische FĂŒhrung zum Abschluss eines neuen Atomabkommens. âEs hat bereits groĂen Tod und groĂe Zerstörung gegeben, aber es ist noch Zeit, dieses Gemetzel zu beenden, wobei die nĂ€chsten Angriffe noch brutaler sein werden und bereits geplant sindâ, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Es sei noch möglich, das BlutvergieĂen zu beenden, teilte Trump mit. Er Ă€uĂerte sich erstmals seit den israelischen Angriffen auf den Iran in der Nacht zum Freitag öffentlich dazu. (rtr/ap)
Israel: Unterirdischer Teil von Atomanlage getroffen
12.29 Uhr: Bei dem israelischen GroĂangriff im Iran ist nach MilitĂ€rangaben aus Israel der unterirdische Bereich der Atomanlage Natans getroffen worden. Dort befĂ€nden sich eine mehrstöckige Anreicherungshalle mit Zentrifugen, StromversorgungsrĂ€ume und weitere unterstĂŒtzende Infrastrukturen. Es seien essenziell wichtige Anlagen vor Ort zerstört worden, âdie fĂŒr den fortlaufenden Betrieb und das weitere Vorantreiben des Nuklearprojekts des iranischen Regimes unerlĂ€sslich sindâ, hieĂ es in der Mitteilung. Eine enge Zusammenarbeit des israelischen MilitĂ€rgeheimdienstes und der Luftwaffe hĂ€tten zu âerheblichen SchĂ€denâ an der Anlage gefĂŒhrt.
Grundlage fĂŒr die Angriffe der israelischen Kampfjets auf Natans seien âprĂ€zise Geheimdienstinformationenâ gewesen. âEs handelt sich um die gröĂte Urananreicherungsanlage Irans, die seit Jahren auf die Herstellung von Atomwaffen hinarbeitet und ĂŒber die notwendige Infrastruktur zur militĂ€rischen Anreicherung verfĂŒgt.â Der Iran hat dagegen immer wieder betont, sein Atomprogramm diene ausschlieĂlich zivilen Zwecken. (dpa)
Regierungssprecher: Merz bemĂŒht sich um GesprĂ€ch mit Trump
12.15 Uhr: Angesichts der Eskalation in Nahost bemĂŒht sich Bundeskanzler Friedrich Merz um ein direktes GesprĂ€ch mit US-PrĂ€sident Donald Trump, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin mitteilt. Die Abstimmung mit den USA laufe, der Kanzler sei in Kontakt mit dem WeiĂen Haus. Auch BundesauĂenminister Johann Wadephul sei mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Kontakt, sagt ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Amts. Es werde zudem am Nachmittag ein GesprĂ€ch mit dem iranischen Botschafter in Berlin geben. (rtr)
Israel: LuftwaffenfĂŒhrung der Revolutionsgarde eliminiert
11:58 Uhr: Israel hat nach eigenen Angaben bei dem Angriff auf den Iran einen groĂen Teil der FĂŒhrung der islamischen Revolutionsgarde getötet. Die in der Elite-Einheit fĂŒr die Luftwaffe zustĂ€ndige FĂŒhrungsebene sei eliminiert worden, teilt Verteidigungsminister Israel Katz mit. Die Kommandeure hĂ€tten sich zum Zeitpunkt des Angriffs zu einer Besprechung in ihrem unterirdischen Hauptquartier versammelt. (rtr)
Irans AuĂenminister: Angriff Israels ist eine âKriegserklĂ€rungâ
11.51 Uhr: Die FĂŒhrung in Teheran wertet den Angriff Israels als âKriegserklĂ€rungâ. Das iranische AuĂenministerium teilte am Freitag mit, AuĂenminister Abbas Araghtschi habe in einem Brief an die Vereinten Nationen den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, âsich sofort mit diesem Thema zu befassenâ. Der Minister erklĂ€rte demnach weiter, die Angriffe auf militĂ€rische Einrichtungen und Atomanlagen im Iran seien eine âKriegserklĂ€rungâ Israels.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erklĂ€rte, der MilitĂ€reinsatz gegen den Iran werde âso viele Tage wie nötig dauernâ. Am Freitagmittag wurde im Nordwesten des Iran eine weitere Serie von Explosionen registriert, wie das iranische Staatsfernsehen meldete. Diese hĂ€tten sich in der Provinz Ost-Aserbaidschan ereignet. (afp)
Angriffe Israels auf den Iran: Ălpreis steigt deutlich
11.34 Uhr: Angesichts der israelischen Angriffe auf den Iran ist der Ălpreis krĂ€ftig gestiegen. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im August wurde am Freitagvormittag fĂŒr rund 73,80 Dollar gehandelt â ein Anstieg um 6,4 Prozent. Zeitweise hatte das Barrel 78,50 Dollar gekostet und war damit so teuer wie seit Januar nicht. Die US-Sorte WTI stieg ebenfalls um rund 6,5 Prozent auf 72,48 Dollar pro Barrel. Zwischenzeitlicher Höchststand war hier 77,62 Dollar, ebenfalls der höchste Wert seit Januar. (afp)
Deutsch-Israelische Gesellschaft: Israels Angriffe auf den Iran sind legitim
11.34 Uhr: Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat die Angriffe Israels auf den Iran als âlegitim und unterstĂŒtzenswertâ verteidigt. âIsrael fĂŒhrt einen existenziellen Kampf gegen einen Feind, der es vernichten willâ, erklĂ€rte deren PrĂ€sident Volker Beck am Freitag. âDer Weg der Islamischen Republik Iran zur Atombombe ist zugleich ein Weg zur Vernichtung des jĂŒdischen und demokratischen Staates.â Und weiter: âDieser PrĂ€ventivschlag Israels richtet sich nicht gegen das iranische Volk, sondern gegen die konkrete Bedrohung seiner Existenz durch das iranische Regimeâ, erklĂ€rte Beck dazu. âDie Bundesregierung muss ihre SolidaritĂ€t mit dem Volk Israels erklĂ€ren.â Hierbei könne es keine NeutralitĂ€t geben. (dpa)
Chamenei ernennt Nachfolger fĂŒr getötete Chefs von Revolutionsgarden und Armee
11.32 Uhr: Nach dem Tod von Revolutionsgarden-Chef Hossein Salami und Armeechef Mohammed Bagheri bei israelischen Angriffen hat Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei deren Nachfolger bekannt gegeben. In zwei separaten Dekreten ernannte er am Freitag Mohammad Pakpour zum neuen Chef der Islamischen Revolutionsgarden und Abdolrahim Mousawi zum neuen Armeechef. (afp)
Wadephul kritisiert iranischen Vergeltungsschlag scharf
11.25 Uhr: Der deutsche AuĂenminister Johann Wadephul hat den iranischen Vergeltungsschlag auf Israel nach dessen Angriff auf die Atomanlagen Teherans verurteilt. âZur Stunde greift Iran Israel mit hunderten Drohnen an. Es gibt Berichte ĂŒber erste Verletzte. Diese Entwicklungen sind mehr als besorgniserregendâ, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch in Kairo. Er kritisierte: âDen unterschiedslosen iranischen Angriff auf israelisches Staatsgebiet verurteilen wir auch das SchĂ€rfsteâ. Auf die Frage, ob er von Israel vorher ĂŒber die MilitĂ€raktion informiert worden sei, sagte Wadephul, AuĂenminister Gideon Saar habe ihn nach Beginn der Angriffe informiert. Man habe ausfĂŒhrlich ĂŒber die Situation gesprochen. AnschlieĂend habe er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) informiert, der dann auch einen Anruf des israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu erhalten habe. (dpa)
Von der Leyen warnt Iran vor VergeltungsmaĂnahmen
11.20 Uhr: EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen hat nach dem israelischen Angriff auf den Iran vor VergeltungsmaĂnahmen gewarnt. Europa fordere âalle Parteien dringend auf, gröĂtmögliche ZurĂŒckhaltung zu ĂŒben, die Lage sofort zu deeskalieren und von VergeltungsmaĂnahmen abzusehenâ, schrieb von der Leyen am Freitag im Onlinedienst Bluesky. Eine diplomatische Lösung sei nun âdringender denn jeâ fĂŒr die âStabilitĂ€t der Region und die globale Sicherheitâ. (afp)
Kallas ruft alle Seiten zu âZurĂŒckhaltungâ auf
11.01 Uhr: Nach den israelischen Angriffen auf den Iran hat die EU-AuĂenbeauftragte Kaja Kallas alle Seiten zu âZurĂŒckhaltungâ aufgerufen. Die Situation im Nahen Osten sei âgefĂ€hrlichâ, erklĂ€rte Kallas am Freitag im Onlinedienst Bluesky. Eine weitere Eskalation mĂŒsse verhindert werden, âDiplomatie bleibt der beste Wegâ, fĂŒgte sie hinzu. Kallas bot ihre Hilfe zur Beilegung des Konflikts an. âIch bin bereit, alle diplomatischen BemĂŒhungen zur Deeskalation zu unterstĂŒtzenâ, schrieb sie. (afp)
Wadephul erwÀgt Abbruch von Nahost-Reise
10.59 Uhr: BundesauĂenminister Johann Wadephul erwĂ€gt angesichts der jĂŒngsten Entwicklungen einen Abbruch seines Besuchs im Nahen Osten. Eine Fortsetzung seiner Reise nach Israel und Jordanien scheine zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen, sagt Wadephul in Kairo. âIch werde das heute in den Nachmittagsstunden weiter abwĂ€gen.â Die Bundesregierung werde Israel in seinem Recht auf Selbstverteidigung weiter âsolidarisch begleitenâ, betont der Minister. Dabei werde aber auch mit Israel darĂŒber gesprochen, âin welchem völkerrechtlichen Rahmen es sich bewegtâ. (rtr)
Lufthansa streicht FlĂŒge nach Teheran âbis auf weiteresâ
10.55 Uhr: Nach den Angriffen Israels auf den Iran meidet die Lufthansa die Region vorerst. Die FlĂŒge der Lufthansa Group von und nach Teheran wĂŒrden âaufgrund der aktuellen Situation bis auf weiteres ausgesetztâ, sagte eine Sprecherin der gröĂten deutschen Fluggesellschaft. Israel fliegt die Lufthansa-Gruppe aus SicherheitsgrĂŒnden seit Anfang Mai nicht an. (dpa)
Pakistan verurteilt Israels Angriff auf Iran
10.55 Uhr: Die Atommacht Pakistan hat den Angriff Israels auf den Iran verurteilt und vor gravierenden Folgen gewarnt. âDieser schwerwiegende und höchst unverantwortliche Akt ist zutiefst besorgniserregend und birgt die Gefahr einer weiteren Destabilisierung einer bereits instabilen Regionâ, schrieb der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Geheimdienstkreisen erfuhr, aktivierte Pakistan die Luftabwehr in der NĂ€he seiner Atomanlagen und der iranischen Grenze. AuĂerdem wĂŒrden Vorkehrungen getroffen, um pakistanische BĂŒrger, vor allem schiitische Pilger, aus dem Iran zu evakuieren, hieĂ es weiter. (dpa)
Zentralrat: âIsraels Angriff ist Akt der Existenzsicherungâ
10.55 Uhr: Der Zentralrat der Juden stellt sich hinter Israels Angriff auf den Iran. âNach allem, was wir wissen, handelt es sich bei dem Angriff um einen Akt der Existenzsicherungâ, sagte ZentralratsprĂ€sident Josef Schuster in Berlin. âDie Bundesregierung muss in dieser Situation fest an der Seite Israels stehen.â Der Iran sei âStrippenzieherâ hinter dem Terror und der Bedrohung gegen Israel, sagte Schuster. Die Regierung in Teheran habe den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ebenso unterstĂŒtzt wie die Huthis im Jemen. âWenn dieses iranische Regime â worauf alles hindeutet â entgegen aller internationalen BemĂŒhungen der letzten Jahrzehnte nun kurz vor der Fertigstellung einer Atombombe steht, sollte man sich mit Belehrungen gegenĂŒber Israel zurĂŒckhaltenâ, meinte Schuster. Er Ă€uĂerte die BefĂŒrchtung, dass es zu âantisemitischen Kundgebungen und Schlimmeremâ kommen könnte. (dpa)
IAEA-Chef: Atomanlagen dĂŒrfen nie zur Zielscheibe werden
10.46 Uhr: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat den Angriff auf Irans Atomprogramm verurteilt. âIch habe wiederholt festgehalten, dass Atomanlagen nie angegriffen werden dĂŒrfen, egal in welchem Kontext oder unter welchen UmstĂ€ndenâ, sagte er vor dem Gouverneursrat der IAEA in Wien. âDiese Entwicklung ist Ă€uĂerst besorgniserregendâ, sagte Grossi. Solche Attacken âkönnten sowohl Menschen als auch der Umwelt Schaden zufĂŒgenâ, warnte er. Er wies darauf hin, dass verschiedene internationale Rechtsnormen Angriffe auf zivile Nukleareinrichtungen verbieten.
Grossi teilte mit, dass nach Angaben iranischer Behörden im Zuge des israelischen Angriffs die Uran-Anreicherungsanlage in Natans getroffen worden sei. Die Strahlungswerte vor Ort seien nicht erhöht. Die zweite Anreicherungsanlage in Fordo und das Atomzentrum in Isfahan seien nicht betroffen. Grossi kĂŒndigte an, dass er bereit sei, so bald wie möglich in den Iran zu reisen, um die Lage zu begutachten und die nukleare Sicherheit im Iran zu bewahren. (dpa)
Russland verurteilt âEskalationâ
10.30 Uhr: Russland verurteilt den israelischen Angriff auf den Iran als âEskalationâ. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt laut russischer Nachrichtenagentur Interfax, man sei besorgt wegen der aktuellen Entwicklungen. PrĂ€sident Wladimir Putin werde âin Echtzeitâ ĂŒber die Lage informiert. (rtr)
Iranische Atombehörde berichtet von SchÀden in Natans
10.25 Uhr: In der Atomanlage von Natans sind nach Angaben der iranischen Atombehörde durch den israelischen Angriff SchĂ€den entstanden. Bislang gebe es aber keine Berichte ĂŒber mögliche Opfer, erklĂ€rt die Behörde. Es gebe nach den bisherigen Untersuchungen auch keine Hinweise auf eine radioaktive oder chemische Kontamination auĂerhalb der Anlage. âDurch den Angriff wurden mehrere Teile der Anlage beschĂ€digt. Die Ermittlungen zum AusmaĂ des Schadens dauern an.â (rtr)
Bericht: Alle iranischen Drohnen erfolgreich abgefangen
10.25 Uhr: Die rund 100 vom Iran in Richtung Israel gestartete Drohnen sind laut einem Medienbericht abgefangen worden. Das israelische Nachrichtenportal âynetâ berichtete, die Drohnen seien abgeschossen worden. Die israelische Armee Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht dazu. Das israelische Heimatschutzkommando teilte jedoch mit, es sei nicht mehr nötig, sich in der NĂ€he von SchutzrĂ€umen aufzuhalten. (dpa)
Iranische Armee: âKeine Grenzenâ bei Reaktion auf Israels Angriffe
10.25 Uhr: Nach den israelischen Angriffen auf den Iran hat die iranische Armee erklĂ€rt, bei ihrer Reaktion darauf werde es âkeine Grenzenâ geben. âJetzt, da das Terrorregime (âŠ) alle roten Linien ĂŒberschritten hat, gibt es keine Grenzen bei der Reaktion auf dieses Verbrechenâ, hieĂ es am Freitag in einer ErklĂ€rung der Armee. Die iranische Regierung betonte indes, die Angriffe machten deutlich, dass Teheran Fortschritte bei der Urananreicherung und beim Raketenbau machen mĂŒsse. âMan sollte mit solch einem rĂ€uberischen Regime nur in der Sprache der Macht sprechenâ, hieĂ es in einer RegierungserklĂ€rung. âDie Welt versteht jetzt besser, dass der Iran auf seinem Recht auf Anreicherung, Atomtechnologie und RaketenausrĂŒstung besteht.â (afp)
Israel zu Wadephul: Angriff zum letztmöglichen Zeitpunkt
10.20 Uhr: Israels AuĂenminister Gideon Saar hat seinen deutschen und italienischen Kollegen ĂŒber den Angriff auf den Iran informiert. Saar habe BundesauĂenminister Johann Wadephul dabei gesagt, die Entscheidung eines Angriffs auf den Iran sei zum letztmöglichen Zeitpunkt erfolgt, teilt das israelische AuĂenministerium weiter mit. (rtr)
TĂŒrkei: Israel soll âaggressive Aktionenâ beenden
10.20 Uhr: Die TĂŒrkei hat Israel nach den Angriffen auf den Iran aufgefordert, seine âaggressiven Aktionenâ zu beenden. Das AuĂenministerium in Ankara verurteilte das israelische Vorgehen am Freitag als âklaren VerstoĂ gegen das Völkerrechtâ und sprach von einer âProvokation, die Israels strategischer Politik der Destabilisierung in der Region dientâ. âIsrael muss seine aggressiven Aktionen, die zu weiteren Konflikten fĂŒhren könnten, sofort beendenâ, fĂŒgte das Ministerium hinzu. Die TĂŒrkei, wo im Mai AtomgesprĂ€che zwischen dem Iran und europĂ€ischen LĂ€ndern stattgefunden hatten, kritisierte zudem den Zeitpunkt der Angriffe inmitten neuer Verhandlungen ĂŒber das iranische Atomprogramm. Dies zeige, dass die israelische Regierung nicht bereit sei, Probleme âauf diplomatischem Weg zu lösenâ und auch nicht davor zurĂŒckschrecke, âdie regionale StabilitĂ€t und den Weltfrieden fĂŒr ihre eigenen Interessen aufs Spiel zu setzenâ, erklĂ€rte das tĂŒrkische AuĂenministerium. Ankara forderte die internationale Gemeinschaft auf, âdringend MaĂnahmen zu ergreifen, um die Ausweitung des Krieges zu verhindernâ. (dpa)
Israels Verteidigungsminister droht dem Iran
10.20 Uhr: Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Iran im Fall von neuen Angriffen auf den jĂŒdischen Staat mit Vergeltung gedroht. âWer auf die Vernichtung Israels hinarbeitet, wird eliminiert â der Preis fĂŒr den Iran wird mit jeder weiteren aggressiven Handlung steigenâ, hieĂ es in einer Mitteilung von Katz. âDer Iran wird einen immer höheren Preis zahlen, je lĂ€nger er seine aggressive Politik fortsetzt.â (dpa)
Insider: Mossad-EinsÀtze im Iran vor israelischem Angriff
10.20 Uhr: Sonderkommandos des israelischen Geheimdienstes Mossad haben Sicherheitskreisen zufolge den Luftangriff auf den Iran mit mehreren verdeckten EinsĂ€tzen tief im Landesinneren der Islamischen Republik vorbereitet. Dabei seien unter anderem PrĂ€zisionswaffen gegen die iranische Luftabwehr in Stellung gebracht worden, heiĂt es in den israelischen Sicherheitskreisen. Auch sei dabei eine Startposition fĂŒr Angriffsdrohnen in der NĂ€he der iranischen Hauptstadt Teheran eingerichtet worden. (rtr)
Israel gibt Entwarnung fĂŒr seine BĂŒrger
10.15 Uhr: Israel hebt die Anweisung fĂŒr seine BĂŒrger auf, sich in der NĂ€he von SchutzrĂ€umen aufzuhalten. Das berichten israelische Medien. Der Iran hat als Vergeltung fĂŒr den israelischen Angriff Raketen und Drohnen Richtung Israel abgefeuert. (rtr)
Israel meldet Ende von Angriffen auf Iran
10.15 Uhr: Das israelische MilitĂ€r hat bei seinen Angriffen auf den Iran auch zahlreiche Flugabwehrsysteme attackiert. Dutzende Radarsysteme und Startanlagen fĂŒr Flugabwehrraketen im Westen des Landes seien zerstört worden, teilte das MilitĂ€r am Freitag mit. Die groĂflĂ€chigen Angriffe seien inzwischen abgeschlossen. (ap)
Israelische Airlines bringen Flugzeuge auĂer Landes
10.05 Uhr: Israelische Airlines haben damit begonnen, ihre Flugzeuge auĂer Landes zu bringen. Die Fluggesellschaften El Al, Israir und Arkia trafen diese Entscheidung wenige Stunden nach dem israelischen Angriff auf den Iran als Vorbereitung auf mögliche VergeltungsschlĂ€ge. Die Maschinen flogen ohne Passagiere ins Ausland, erklĂ€rte ein Sprecher des Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv. Der Flughafen wurde bis auf Weiteres geschlossen. Israir teilte mit, man verlege die Flugzeuge im Rahmen eines Notfallplans, der in den vergangenen Tagen erarbeitet worden sei. El Al erklĂ€rte, man bringe die Flugzeuge zu Zielen auĂerhalb Israels. Wo die Maschinen unterkommen sollten, teilten die Fluggesellschaften zunĂ€chst nicht konkret mit. (rtr)
China zutiefst besorgt
10.00 Uhr: China hat sich nach dem Angriff Israels auf den Iran beunruhigt und besorgt ĂŒber die Folgen gezeigt. Die Volksrepublik sei gegen die Verletzung der SouverĂ€nitĂ€t und territorialen IntegritĂ€t des Irans und die Ausweitung eines Konflikts, sagte AuĂenamtssprecher Lin Jian in Peking. China rufe alle Seiten auf, eine weitere Eskalation zu vermeiden. Man sei bereit, dabei eine konstruktive Rolle zu spielen. (afp)
Sohn des Schahs von Persien ruft zum Aufstand auf
Der Sohn des 1979 gestĂŒrzten Schahs von Persien, der zu den fĂŒhrenden iranischen Oppositionellen zĂ€hlt, ruft die SicherheitskrĂ€fte in seiner Heimat zum Umsturz der Regierung auf. âDer Kampf des iranischen Volkes gegen das zerstörerische Regime der Islamischen Republik dient der RĂŒckeroberung und dem Wiederaufbau Irans. Die Lösung ist der Sturz der Islamischen Republik durch StraĂenproteste und landesweite Streiksâ, schrieb Reza Pahlavi auf der Plattform X. FĂŒr den Konflikt mit Israel machte er Staatsoberhaupt Ali Chamenei verantwortlich. Pahlavi lebt im Exil. (dpa)
Merz ruft alle Seiten zur ZurĂŒckhaltung auf und warnt vor Eskalation
09.45 Uhr: Nach Israels Angriffen auf den Iran hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Konfliktparteien zur ZurĂŒckhaltung gedrĂ€ngt und vor einer Eskalation in der Region gewarnt. âWir rufen beide Seiten auf, von Schritten abzusehen, die zu einer weiteren Eskalation fĂŒhren und die gesamte Region destabilisieren könnenâ, erklĂ€rte Merz am Freitag. Deutschland stehe bereit, mit allen verfĂŒgbaren diplomatischen Mitteln auf die Konfliktparteien einzuwirken.
Merz hatte am Morgen mit dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu telefoniert. Netanjahu habe ihn dabei ĂŒber die MilitĂ€raktionen und deren Ziele informiert, heiĂt es in einer Mitteilung des Bundespresseamts. âAnschlieĂend habe ich zu einer Sitzung des Sicherheitskabinetts der Bundesregierung eingeladen. Auf der Grundlage der uns zur VerfĂŒgung stehenden Informationen haben wir die Lage beratenâ, wird Merz darin zitiert. âWir bekrĂ€ftigen, dass Israel das Recht hat, seine Existenz und die Sicherheit seiner BĂŒrger zu verteidigen.â (afp/rtr)
Nato-GeneralsekretÀr appelliert zu Deeskalation
09.40 Uhr: Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte appelliert an die VerbĂŒndeten der MilitĂ€rallianz, auf eine Deeskalation im Nahen Osten hinzuwirken. âDies war eine einseitige Aktion Israelsâ, sagt Rutte in Stockholm auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem schwedischen MinisterprĂ€sidenten Ulf Kristersson. âDaher halte ich es fĂŒr entscheidend, dass viele VerbĂŒndete, einschlieĂlich der Vereinigten Staaten, wĂ€hrend wir hier sprechen an einer Deeskalation arbeiten.â Rutte fĂŒgt hinzu: âIch weiĂ, dass sie das tun. Und ich denke, das ist jetzt das oberste Gebot.â
Jordaniens Luftwaffe fÀngt mehrere Drohnen und Raketen ab
09.40 Uhr: Nach den israelischen Angriffen auf den Iran hat Jordanien nach eigenen Angaben mehrere Drohnen und Raketen abgefangen, die den Luftraum des Landes verletzt hatten. Flugzeuge und Luftabwehrsysteme der jordanischen Luftwaffe hĂ€tten am Freitagmorgen âmehrere Raketen und Drohnen abgefangen, die in den jordanischen Luftraum eingedrungen warenâ, erklĂ€rte die jordanische Armee.
In der Hauptstadt Amman heulten die Alarmsirenen. Die Sicherheitsbehörde forderte die Menschen auf, sicherheitshalber in ihren HÀusern und Wohnungen zu bleiben. (afp)
Atomanlage Fordo laut IAEA nicht betroffen
09.15 Uhr: Im Zuge des israelischen Angriffs auf den Iran ist die Uran-Anreicherungsanlage Fordo nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bislang nicht betroffen. Das teilte die Behörde in Wien auf der Plattform X mit. Die Anlage befindet sich rund 150 Kilometer sĂŒdlich der Hauptstadt Teheran.
Irans zweite Anreicherungsanlage in Natans nördlich der zentraliranischen Kulturmetropole Isfahan wurde hingegen zum Angriffsziel, wie die IAEA zuvor bestÀtigt hatte. Die Strahlungswerte dort seien nicht erhöht, meldete die internationale Behörde.
Entwarnung gab die IAEA auch vorerst zu zwei weiteren Anlagen: Das Kernkraftwerk Buschehr sei nicht angegriffen worden, hieĂ es unter Berufung auf iranische Behörden. Demnach war auch das Nuklear-Zentrum in Isfahan ânicht betroffenâ. (dpa)
Saudi-Arabien verurteilt âunverhohlene israelische Aggressionâ
08.55 Uhr: Saudi-Arabien hat die israelischen Angriffe auf den Iran scharf kritisiert. Das Königreich verurteile die âunverhohlene israelische Aggressionâ gegen die âbrĂŒderlicheâ Islamische Republik Iran auf das SchĂ€rfste, erklĂ€rte das AuĂenministerium in Riad am Freitag. Die âabscheulichenâ Angriffe auf den Iran âuntergraben seine SouverĂ€nitĂ€t und Sicherheit und stellen einen klaren VerstoĂ gegen internationale Gesetze und Normen darâ, fĂŒgte das Ministerium hinzu. Es rief die internationale Gemeinschaft und den UN-Sicherheitsrat auf, âdiese Aggression sofort zu stoppenâ.
Israel meldet Abschuss erster iranischer Drohnen
08.40 Uhr: Israels MilitĂ€r hat nach eigenen Angaben iranische Drohnen auĂerhalb des israelischen Territoriums abgefangen. Es bestĂ€tigt damit einen Bericht des israelischen Senders KAN. Demnach hat das MilitĂ€r damit begonnen, iranische Drohnen ĂŒber Syrien abzuschieĂen.
Airlines leiten nach Israels Angriff auf Iran zahlreiche FlĂŒge um
8.30 Uhr: Nach dem israelischen Angriff auf den Iran haben Fluggesellschaften den Luftraum in der Region gemieden. Mehrere Airlines leiteten FlĂŒge ĂŒber Israel, Iran und Irak aus SicherheitsgrĂŒnden um oder strichen sie ganz, wie Daten von Flightradar24 am Freitag zeigten. In Israel wurde der GroĂflughafen Ben Gurion in Tel Aviv bis auf Weiteres geschlossen. Die israelische Fluggesellschaft El Al setzte ihre FlĂŒge von und nach Israel aus. Der iranische Luftraum wurde laut Staatsmedien ebenfalls geschlossen, ebenso wie der Jordaniens und des Irak. Der Irak stellte zudem den Betrieb an seinen FlughĂ€fen ein. (rtr)
Katar und Emirate verurteilen Israels Angriff
08.15 Uhr: Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate verurteilen Israels Angriff auf den Iran aufs SchĂ€rfste. Katar spricht von einer âeklatanten Verletzungâ der SouverĂ€nitĂ€t und Sicherheit des Irans. Die Vereinigten Emirate Ă€uĂern ihre tiefe Besorgnis ĂŒber die Auswirkungen auf die Sicherheit in der Region. (rtr)
Frankreich wurde nicht vorgewarnt
08.11 Uhr: Israel hat nach den Worten seines Botschafters in Paris Frankreich vor seinem Angriff auf den Iran nicht vorgewarnt. Frankreich sei kein so enger VerbĂŒndeter mehr wie frĂŒher, erklĂ€rt Botschafter Joshua Zarka dem Sender RTL. âDer französische Staat ist fĂŒr eine gewisse Zeit nicht mehr so nah dran wie frĂŒherâ, sagt Zarka. (rtr)
Britische Medien: Trump lehnt Angriff ab
08.00 Uhr: US-PrĂ€sident Donald Trump hofft, dass der Iran nach den israelischen Angriffen an den Verhandlungstisch zurĂŒckkehrt. Der Iran dĂŒrfe keine Atombombe haben, sagt er dem US-Sender Fox News laut einem Post von Reporterin Jennifer Griffin auf der Plattform X. âWir werden sehen. Es gibt mehrere Personen in FĂŒhrungspositionen, die nicht zurĂŒckkehren werdenâ, zitiert die Reporterin Trump.
Laut einem [8][Bericht der Londoner Times] hatte Trump, [9][nachdem er die teilweise Evakuierung der US-Botschaften im Nahen Osten angeordnet hatte], seinen Wunsch nach einer âdiplomatischen Lösung der iranischen Nuklearfrageâ bekrĂ€ftigt. Er habe damit seinen Bruch mit Netanjahu unterstrichen. Zu den Angriffen stellte US-AuĂenminister Marco Rubio klar, dass die USA nicht involviert seien, und forderte den Iran auf, keine Vergeltungsattacken gegen amerikanische StreitkrĂ€fte zu starten. (rtr/dpa)
Laut Iran wurden sechs Atomwissenschaftler getötet
07.55 Uhr: Bei dem israelischen Angriff wurden iranischen Staatsmedien zufolge sechs Atomwissenschaftler getötet. Israel begrĂŒndet seinen Angriff damit, dass das Atomprogramm der Islamischen Republik eingedĂ€mmt werden mĂŒsse und das Land nie in den Besitz von Atomwaffen kommen dĂŒrfe. Israel selbst wird zu den faktischen AtommĂ€chten gezĂ€hlt, hat aber den Atomwaffensperrvertrag nie unterzeichnet. (rtr)
Britischer Premier ruft zur Deesakalation auf
07.35 Uhr: Nach dem Angriff Israels auf den Iran ruft der britische Premierminister Keir Starmer alle Parteien zur Deeskalation auf. Man mĂŒsse dringend einen Schritt zurĂŒcktreten und die Spannungen abbauen, sagte Starmer. Er forderte ZurĂŒckhaltung und eine RĂŒckkehr zu diplomatischen BemĂŒhungen.
Israel: Iran reagiert mit Drohnenangriffen
7.13 Uhr: Der Iran hat nach Angaben des israelischen MilitĂ€rs in den vergangenen Stunden mehr als 100 Drohnen in Richtung Israel abgeschossen. âUns stehen ein paar harte Stunden bevorâ, sagt ein MilitĂ€rsprecher. (dpa/rtr)
Netanjahu: Angriffe âsehr erfolgreichâ
7.04 Uhr: Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Angriffe auf den Iran als âsehr erfolgreichâ bezeichnet und weitere Angriffe angekĂŒndigt. âWir haben einen sehr erfolgreichen Eröffnungsangriff ausgefĂŒhrt und mit Gottes Hilfe werden wir noch viel mehr erreichenâ, sagte Netanjahu am Freitag in einer Videobotschaft. Israel habe bei dem MilitĂ€rschlag die âoberste Kommandoebeneâ der iranischen StreitkrĂ€fte sowie âhochrangige Wissenschaftlerâ getroffen, âdie die Entwicklung von Atombomben vorantreibenâ. Auch Atomanlagen seien getroffen worden. (afp)
Keine erhöhten Strahlenwerte an Atomanlage im Iran
7.02 Uhr: Nach Angaben der internationalen Atomenergiebehörde IAEA wurden an der iranischen Atomanlage Natans keine erhöhten Strahlenwerte gemessen. Der Komplex, in dem auch Uran angereichert wird, war Ziel des Angriffs Israels. (rtr)
Israel: Irans Nuklearprogramm kurz vor âpoint of no returnâ
6.49 Uhr: Das israelische MilitĂ€r fĂŒhrt seine BegrĂŒndung fĂŒr den Angriff auf den Iran weiter aus. Der Iran habe mit seinem Nuklearprogramm vor einem entscheidenden Schritt gestanden, erklĂ€rte das MilitĂ€r. Neue Geheimdienstinformationen hĂ€tten gezeigt, dass das Land bei der Entwicklung einer Atombombe kurz vor einem âpoint of no returnâ gestanden habe. Belege lieferte das MilitĂ€r nicht. Im Streit ĂŒber das iranische Atomprogramm ging es seit Jahren um die Uran-Anreicherung in der Islamischen Republik. Uran kann je nach Anreicherungsgrad zur Herstellung von Brennstoffen fĂŒr Kernkraftwerke oder fĂŒr den Bau von Atomwaffen genutzt werden. Die USA und andere westliche Staaten werfen dem Iran vor, unter dem Vorwand einer zivilen Atomnutzung nach Nuklearwaffen zu streben. Der Iran weist dies zurĂŒck. (rtr)
Saudi-Arabien verurteilt Angriff
6.42 Uhr: Saudi Arabien verurteilt den Angriff Israels als Verletzung der SouverÀnitÀt und der Sicherheit des Iran und als Bruch von internationalem Recht. (rtr)
Oman sieht diplomatische Lösung im Atomstreit gefÀhrdet
6.37 Uhr: Der Oman sieht durch den israelischen Angriff auf den Iran die Aussicht auf eine diplomatische Lösung im Streit ĂŒber das Atomprogramm der Islamischen Republik gefĂ€hrdet. Der Schlag untergrabe die Sicherheit und StabilitĂ€t der Region, kritisierte das Land, das bei den Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA als Vermittler fungierte. Am Sonntag war bisher im Oman die sechste Runde von GesprĂ€chen ĂŒber das umstrittene iranische Atomprogramm geplant. Einem US-Vertreter zufolge besteht dieser Plan vorerst weiter. (rtr)
Israel bereitet sich auf Gegenangriff vor
6.28 Uhr: Israel bereitet sich nach den Angaben zweier Behördenvertreter auf einen Gegenangriff des Iran in den nĂ€chsten Stunden vor. Teil eines Vergeltungsschlags könnten Hunderte ballistische Raketen sein, sagten sie. Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu warnte die Bevölkerung, dass die Menschen möglicherweise lĂ€ngere Zeit in SchutzrĂ€umen verbringen mĂŒssten. Sie sollten sich nach den Vorgaben des MilitĂ€rs richten. (rtr)
Guterres fordert zur MĂ€Ăigung auf
6.24 Uhr: UN-GeneralsekretĂ€r Antonio Guterres fordert sowohl Israel als auch den Iran zu Ă€uĂerster MĂ€Ăigung auf. Es mĂŒsse um jeden Preis verhindert werden, dass die Lage in der Region in einen noch heftigeren Konflikt abgleite, erklĂ€rt Guterres laut einem Sprecher. Dies könne sich der Nahe Osten nicht leisten. Guterres verurteile jedwede Eskalation. (rtr)
Trump hofft auf RĂŒckkehr Irans an Verhandlungstisch
6.12 Uhr: US-PrĂ€sident Donald Trump hofft, dass der Iran nach den israelischen Angriffen an den Verhandlungstisch zurĂŒckkehrt. Der Iran dĂŒrfe keine Atombombe haben, sagt er dem US-Sender Fox News laut einem Post von Reporterin Jennifer Griffin auf der Plattform X. âWir werden sehen. Es gibt mehrere Personen in FĂŒhrungspositionen, die nicht zurĂŒckkehren werdenâ, zitiert die Reporterin Trump. (rtr)
Revolutionsgarden drohen mit Konsequenzen
5.34 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben Israel nach der Tötung ihres Oberbefehlshabers Hossein Salami mit Konsequenzen gedroht. Israel werde einen hohen Preis dafĂŒr zahlen, heiĂt es in einer ErklĂ€rung der Garden. Der israelische Angriff sei mit vollem Wissen und UnterstĂŒtzung der âniedertrĂ€chtigen Herrscher im WeiĂen Haus und des terroristischen US-Regimesâ erfolgt. Die erklĂ€rten Feinde Irans sollten mit einer entschlossenen Vergeltung rechnen. (rtr)
Chamenei kĂŒndigt Vergeltung an
5.25 Uhr: Der Oberste FĂŒhrer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hat Israel scharf verurteilt und Vergeltung angekĂŒndigt. Chamenei erklĂ€rte laut Staatsmedien, Israel habe ein Verbrechen gegen den Iran begangen und seine âabscheuliche Naturâ gezeigt. Es werde deswegen eine harte Strafe erhalten. âMit diesem Angriff hat das zionistische Regime sich selbst ein bitteres Schicksal bereitet, auf das es sich definitiv gefasst machen kannâ, sagte Chamenei in einer ErklĂ€rung. (rtr)
IAEA bestÀtigt Angriff
5.24 Uhr: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bestĂ€tigt, dass die iranische Atomanlage Natans zu den Zielen der israelischen Angriffe auf den Iran gehört. Man beobachte die Lage im Iran genau. Diese sei âzutiefst besorgniserregendâ. Die IAEA stehe wegen der Strahlenwerte mit den iranischen Behörden in Kontakt und sei auch mit ihren Inspektoren im Iran in Verbindung. (rtr)
Iran plant laut Insider deutliche Reaktion
4.25 Uhr: Der Iran plant einem Insider zufolge eine deutliche Reaktion auf Israels Angriff. âDie Antwort auf den israelischen Angriff wird hart und entschlossen seinâ, sagte eine Person aus iranischen Sicherheitskreisen. Auf die Frage, ob der Angriff unmittelbar bevorstehe, fĂŒgte der Insider hinzu, dass die Einzelheiten der iranischen Vergeltung âauf höchster Ebeneâ diskutiert wĂŒrden. Zudem meldete Irans Staatsfernsehen, dass nach dem Angriff auf die wichtigste Urananreicherungsanlage des Landes in Natanz keine Anzeichen fĂŒr eine nukleare Kontamination festgestellt werden konnten. (rtr)
Zwei Atomwissenschaftler getötet
4.10 Uhr: Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurden die bekannten Atomwissenschaftler Fereydoun Abbasi-Davani und Mohammad Mehdi Teheranchi am Freitag bei einem israelischen Angriff getötet. (rtr)
Israel fĂŒhrt auch verdeckte Sabotageakte durch
4.00 Uhr: Neben den Angriffen der israelischen Luftwaffe hat Israels Geheimdienst Mossad einem Medienbericht zufolge auch eine Reihe von verdeckten Sabotageakten im Iran eingeleitet. Dies berichtete Axios-Reporter Barak Ravid am Freitag unter Berufung auf einen hohen israelischen Regierungsmitarbeiter. (rtr)
Revolutionsgarden-Kommandant getötet
3.55 Uhr: Die iranischen Staatsmedien haben am Freitag die Tötung des iranischen Revolutionsgarden-Kommandeurs Hossein Salami durch einen israelischen Angriff bestÀtigt. (rtr)
Auch Wohngebiete im Iran getroffen
3.24 Uhr: Israel hat nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens bei seinen Angriffen auch Wohngebiete in Teheran und anderen StĂ€dten getroffen. Dabei seien auch Kinder getötet worden. AuĂerdem sei das Hauptquartier der Revolutionsgarden getroffen worden. (rtr)
Irak hat Luftraum gesperrt
3.25 Uhr: Der Irak hat wegen des Angriffs Israels auf den Iran der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge seinen Luftraum gesperrt und den Luftverkehr auf allen irakischen FlughÀfen eingestellt. (rtr)
Netanjahu: Angriff auf Iran entscheidender Moment
3.15 Uhr: Der israelische MinisterprĂ€sident Benjamin Netanyahu hat den Angriff Israels auf den Iran als entscheidenden Moment in der Geschichte Israels bezeichnet. âDiese Operation wird noch viele Tage weitergehenâ, sagte er. âWir haben das Herz der iranischen Kernwaffenanreicherung getroffen.â Israelische Piloten hĂ€tten die iranische Hauptanreicherungsanlage Natanz beschossen. Der Schlag gegen den Iran werde Irans Atominfrastruktur und seiner militĂ€rischen StĂ€rke schaden, so Netanyahu weiter. âWir kĂ€mpfen nicht gegen die iranische Bevölkerung, wir kĂ€mpfen gegen die iranische Diktatur.â (rtr)
Israel fĂŒhrt âPrĂ€ventivschlagâ gegen den Iran aus
2.54 Uhr: Israel hat nach Angaben seiner Regierung einen âPrĂ€ventivschlagâ gegen den Iran ausgefĂŒhrt. âNach dem PrĂ€ventivschlag des Staates Israel gegen den Iran wird in unmittelbarer Zukunft ein Raketen- und Drohnenangriff gegen den Staat Israel und seine Zivilbevölkerung erwartetâ, erklĂ€rte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz am Freitag. Dem Ministerium zufolge wurde in Israel der Ausnahmezustand verhĂ€ngt.
In Erwartung eines iranischen Angriffs habe der Verteidigungsminister âgemÀà seiner Befugnis im Rahmen des Gesetzes ĂŒber die zivile Verteidigung einen Sonderbefehl unterzeichnet, wonach an der Heimatfront im gesamten Staat Israel ein besonderer Ausnahmezustand verhĂ€ngt wirdâ, hieĂ es in der ErklĂ€rung.
Nach Berichten ĂŒber Explosionen in Teheran berichtete das iranische Staatsfernsehen, dass die iranische Luftabwehr âzu hundert Prozent einsatzbereitâ sei. Zuvor hatte das Staatsfernsehen von Explosionen in der iranischen Hauptstadt berichtet. Diese waren demnach âan verschiedenen Orten der Hauptstadt Teheran zu hörenâ, Einzelheiten oder Angaben zum Grund der Explosionen wurden aber zunĂ€chst nicht genannt. AFP-Korrespondenten hörten die Explosionen ebenfalls.
Aus israelischen Armee-Kreisen hieĂ es, Israels Angriffe richteten sich gegen eine Atomanlage und MilitĂ€rstandorte im Iran. Zudem verlautete, dass die israelische Armee davon ausgehe, dass der Iran in der Lage sei, âjederzeitâ anzugreifen.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte zuvor erklĂ€rt, dass er einen israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen nicht fĂŒr ausgeschlossen halte. âIch möchte nicht sagen, dass er unmittelbar bevorsteht, aber es sieht so aus, als ob es etwas ist, das sehr wohl passieren könnte.â Er rief Israel angesichts der laufenden Verhandlungen ĂŒber ein Atomabkommen mit Teheran auf, einen solchen Angriff zu unterlassen. âWir stehen kurz vor einer ziemlich guten Einigungâ, sagte Trump. âIch will nicht, dass sie reingehen, weil ich glaube, es könnte alles vermasseln.â
SpĂ€ter bekrĂ€ftigte er noch einmal sein Streben nach einer Verhandlungslösung. âWir setzen uns weiterhin fĂŒr eine diplomatische Lösung einâ, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. âMeine gesamte Regierung ist angewiesen, mit dem Iran zu verhandeln.â Teheran mĂŒsse aber âdie Hoffnung vollstĂ€ndig aufgeben, eine Atomwaffe zu erlangenâ. (afp)
13 Jun 2025
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