taz.de -- taz-Geschenk für Bundestagspräsidentin: Julia Klöckner geht retour
Der taz-Genosse Ingo Heise hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ein zehnwöchiges taz-Abo geschenkt. Aber sie schickte es zurück.
taz | Julia Klöckner hat das [1][schöne Paket des taz-Genossen Ingo Heise] an die taz zurückgeschickt. Dazu hat die Bundestagspräsidentin in einem kleinen Brief geschrieben, dass es für „diese freundliche Geste“ sicher „bedürftigere Adressaten“ gebe.
In dem taz-Paket lag nicht nur ein zehnwöchiges Freiabo der „linksgrünversifften“ Tageszeitung, Leser Heise ließ noch ein taz-Handtuch und ein Pustefix dazulegen. Die Kolleg:innen vom taz-Shop wiederum ergänzten das Geschenk für die CDU-Abgeordnete mit einem frauentaz-Schal.
Die volle Packung Wissen, Wärme und Spaß – und die einzigartige Großzügigkeit von Genoss:innen und Kolleg:innen. In dieser Kombination nur bei der taz zu haben. Die Retoure ist Julia Klöckner gar nicht vorzuwerfen. Schließlich darf sie als Bundestagsabgeordnete – bis auf Geschenke wie etwa Reisekosten, Geburtstags- und Weihnachtspräsente – keine Zuwendungen annehmen.
Es sei denn, sie meldet diese der Bundestagsverwaltung, liefert sie dort ab und kauft sie dann. Das wirft Fragen auf: Wie bemisst die Bundestagsverwaltung den [2][Wert eines taz-Abos]? Wie Feminismus in Schalform? Und wer liest die taz, wenn sie erst einmal bei der Bundestagsverwaltung liegt?
Klöckner kann auf [3][taz.de] nachlesen, dass das [4][Blatt im „sehr linken Spektrum“ der Plattform Nius „genau auf der anderen Seite“ (O-Ton Klöckner) in nichts ähnelt]. Eigentlich ist das klar. Aber geschenkt!
4 Sep 2025
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[2] /Julia-Kloeckner-und-die-taz/!6106062
[4] /Julia-Kloeckner-und-Meinungsvielfalt/!6105095
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