taz.de -- Die Wahrheit: Weltenlage

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über eine angespannte Zeit erfreuen.

Des Morgens früh, du bist kaum wach

Denkst schläfrig: Na, wat wird dat für ein Tach?

Da kriecht sie zu dir in die Kiste

Die eine unbequeme Frage

Nach der Weltenlage

Du sagst: „Och nee“ und „Muss das sein?

Lass mich doch bitte noch allein!“

Doch sie ist eifrig und will wissen

„Was macht an diesem neuen Tage

Wohl die Weltenlage?

Wer hat wem den Krieg erklärt?

Wer sich gegen wen verschwört?

Na los, steh auf und find es raus!

Schau nach, was denn wohl nage

An der Weltenlage.“

Doch du, du seufzt und drehst dich um

„Ach weißt du, ich verzage

Grad an der Weltenlage

Drum bitte, Frage, sei so nett

Verlasse doch noch kurz mein Bett

Denn ich versuch’ grad ohne Schießen

mein kleines Glück hier zu genießen.“

5 Mar 2026

AUTOREN

Franziska Rülke

TAGS

Ruhe

Schwerpunkt Iran-Krieg

Gegenwart

Krieg

Bett

Poesie

Gedicht

Angst

Reden wir darüber

Tiere

Führerschein

Pinguin

ARTIKEL ZUM THEMA

Die Wahrheit: Ballade von der Baumliebe

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über das ewig Eberige erfreuen.

Die Wahrheit: Führerschein im Homeoffice

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über Nachwuchsautofahrer erfreuen.

Die Wahrheit: Ein Pinguin

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über einen irritierten Strandbesucher erfreuen.