taz.de -- Musik
Die Beastie Boys im Museum: Mehrstimmigkeit in unendlichen Varianten
Mike D ist Mitbegründer der Beastie Boys und Co-Kurator die Ausstellung „Mishpocha“ im Jüdischen Museum Frankfurt. Damit soll das Band-Prinzip gestärkt werden. Klappt das?
Deutschrapduo Tapehead & Noni: Die Hoffnung ist vertagt
Das Duo Tape Head & Noni spricht auf seinem Debütalbum „Nicht ins Leben verliebt, aber es lieben gelernt“ über Tabus. Der Sound ist wütend und pathetisch.
Konzert von Boko Yout in Köln: Hardcore und seine Axiome
In Köln sprengt der Afro-Grunge Musiker Paul Adamah von der Band Boko Yout das Publikum mit ekstatischer Dissidenz.
Der Hausbesuch: Fortissimo in Maßen
Mit Hochkultur hatte sie lange „null Komma null“ Berührung. Heute ist Josefin Feiler Sängerin an der Oper in Stuttgart – und Frontfrau einer Punkband.
Die Musik von Deniz Mahir Kartal: Folklore ist Wissenschaft
Für Deniz Mahir Kartal ist Musik kein ästhetisches Projekt. Sondern ein Raum, in dem Freiheit, Widerstand und Verantwortung zusammen klingen können.
Kulturmanager über Kreative im Alter: „Wir schnappen uns eine Villa und fangen an“
Der Hamburger Mathias Lintl macht Kulturprojekte jenseits des herkömmlichen Kulturbetriebs. Nun plant er eine Residenz für alternde Rock-’n’-Roller.
Iranischer Rapper Konari im Exil: „Die Stimmung könnte kippen, wenn es mehr zivile Opfer gibt“
Der Rapper Behrad Ali Konari konnte Iran 2026 verlassen. Er war dort mehrfach im Gefängnis – auch, weil Rap oft Slogans für die Protestbewegung liefert.
Japanischer Jung-Komponist in Berlin: Balancierend oszillieren
Zwischen synthetisch-Artifiziellem und beiläufigem Naturalismus klingen die Töne von Yuri Umemoto. Am Samstag lud das CCA ihn in die Gedächtniskirche.
Rosalía und der Berliner Halbmarathon: Glücklich für sie und ihr sechstes Mal
Jedes Jahr kommt E. nach Berlin, um die 21 Kilometer des Halbmarathons zu laufen. Beim Anfeuern klingt Rosalías „Berghain“ im Kopf mit.
Polnische Diaspora in Berlin: Hip, Hip-Hop und Indiepop
Die polnische Diaspora hält sich bei einer Magazinparty am Matcha fest, sonst aber zurück. Politischer wird es beim Konzert von Betterov in Neukölln.
Freundschaft in Zeiten der Überforderung: Wir sind zu Hause und draußen dreht die Welt durch
Wenn die Welt brennt, wird die Einraumwohnung zum Labor für radikale Gefährtenschaft. Über die doppelte Buchführung der Realitätswahrnehmung.
Niedecken über Jahrzehnte in der Musik: „Ich würde weiterhin verweigern“
Mit BAP spielte Wolfgang Niedecken auf den Demos der 80er. Nun wird er 75. Ein Gespräch über Pazifismus, und darüber, wieso er keine Politsongs mehr schreibt.
Die Wahrheit: Was ist das verdammte Datum?
Religiöse Feste und ihre merkwürdigen Bedeutungen können erhebliche Auswirkungen auf Normalsterbliche wie Musikkritiker haben.
Robyn über ihr Album „Sexistential“: „Mit Musik schaffe ich Raum für Utopien und Gefühle“
Nach sieben Jahren Pause kehrt Robyn auf die Dancefloors zurück. Ein Gespräch über ihr neues Album „Sexistential“, die Freiheit der Liebe und den Groove.
Zum Tod von Peter Sempel: Liebe und Zeitlupe
Jahrzehntelang hat der Hamburger Indie-Filmemacher Peter Sempel eigenwillige Psychogramme über den Musikunderground gedreht. Nun ist er gestorben.
Berliner Musiker Quetschenpaua: „Bei Demos braucht man Musik“
Der Musiker Quetschenpaua spielte früher immer auf Demos Musik. Unser Kolumnist hat Sehnsucht nach ihm und wünscht sich auch heute noch Auftritte.
Album von das bisschen Totschlag: Lo-Fi kaputter Frühling
Shoegaze, Erschöpfung, Großstadt – das bisschen Totschlag haben mit „0dB Headroom“ ihr bisher bestes Album herausgebracht.
Indie-Band Engin: „Mit Türkisch kann man sehr gut große Gefühle ausdrücken“
Engin Devekiran, Frontmann der Band Engin, hat sich lange vor der türkischen Seite in sich verkrochen. Ein Gespräch über Entfremdung und neu entdeckte Liebe.
Konzertempfehlungen für Berlin: Mary Ocher musiziert und diskutiert
Nicht nur Musik bekommen Zuhörer*innen diese Woche geboten. Die Künstler*innen liefern Debatten und Sprachkenntnisse gleich mit.
Festivalkoordinatorin über Jazz: „Ich wollte Musikerinnen präsentieren“
Studienfach ist Jazz in Osnabrück schon lange. Jetzt feiert ihn erstmals ein Jazzfestival: Kuratiert hat es die Klarinettistin Shabnam Parvaresh.
Komponistin und Suffragette Ethel Smyth: Kampf um Freiheit
Von männlichen Komponisten ihrer Zeit an den Rand gedrängt, wird die Musik der Suffragette Ethel Smyth aktuell neu entdeckt. Sie zu hören, lohnt sich.
Griechischer Blues zum Frauentag: Die freieste Frau des modernen Griechenlands
Seit 2024 experimentiert das Rebetiko Orchestra Berlin mit dem renitenten Musikstil. Zum Frauentag ehrt es die Rembetissa mit einem Konzert.
Musikerin über heilige Elisabeth: „Diese Mildtätigkeit bis zur Selbstaufgabe war extrem“
Sie kehrte dem Adel den Rücken, um ganz für die Armen da zu sein: Warum die heilige Elisabeth zum Weltfrauentag passt, erklärt Sophie Werkmeister.
Neues Hörspiel-Album von Frau Kraushaar: Eine Phänomenologie des Riechkolbens
Zum Start der Allergie-Saison veröffentlicht die Hamburger Künstlerin Frau Kraushaar ihr Album „Gurke Kartoffel Ahnung“ über die Nase und ihre Tücken.
Neues Album von Lola Young: Bis das Bett zerbricht
Die junge britische Popsängerin Lola Young kämpft auch auf ihrem neuen Album „I'm only f**cking myself“ mit ihren Dämonen. Die Fans mögen sie genau deshalb.
Neues Album von Apparat: Drei Jahre Psychoanalyse und ein fehlendes Stromkabel
Vom Technoproduzenten zum Singer-Songwriter. Der Berliner Produzent Sascha Ring setzt mit seinem neuen Album „A Hum of Maybe“ auf Pathos und Hymnen.
Shortparis-Sänger verstorben: Die Ästhetik von Trauer
In Russland waren der experimentellen Postpunk-Band Shortparis zuletzt Auftritte verboten. Ihr Gründer und Sänger Nikolai Komyagin ist nun verstorben.
Nachruf auf den „King of Salsa“: Für Willie Colón unterbrach Bad Bunny sein Konzert
Der Sänger, Posaunist und Komponist zählte zu den einflussreichsten Latino-Künstlern seiner Generation. Nun ist er mit 75 Jahren gestorben.
Neues Peaches-Album: „Sie benötigen eimerweise Gleitmittel“
Die 59-jährige kanadische Wahlberlinerin Peaches im Gespräch über hängende Brüste, reaktionäre Politik, Jüdischsein und sexy Texte auf ihrem neuen Album.
Adrian Sherwood auf Tour: Alles könnte kollabieren
Das Genre Dubreggae hat der britische Produzent Adrian Sherwood nachhaltig verändert. Mit dem Album „The Collapse of Everything“ kommt er nun auf Tour.
KI-Musik auf Streamingplattformen: Aus Spotify wird Slopify
Menschen hören immer mehr KI-Musik. Ob sie es bewusst und gerne tun – da sind Zweifel angebracht.
Insolvenz von Native Instruments: Wenn Finanzinvestoren mit Musik spekulieren
Das Berliner Musiksoftware-Unternehmen Native Instruments steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Belegschaft protestiert gegen die Teilinsolvenz.
Instrument des Jahres: Die schönste Akkordarbeit
Das Akkordeon ist Instrument des Jahres 2026. Zu Recht, findet unsere Autorin. Doch ihre Akkordeonkarriere begann mit einem Missverständnis.
CTM-Musikfestival in Berlin: Warten auf Gott und das Ende des Krieges
In Berlin ist am Sonntag das 27. CTM-Festival zu Ende gegangen. In den Konzerten bildete sich die krisenhafte Gegenwart auf vielfache Weise ab.
Protestsong von Bruce Springsteen: Der Boss steht auf der richtigen Seite
Sänger Bruce Springsteen hat am Mittwoch „Streets of Minneapolis“ in Solidarität mit den Protesten veröffentlicht. Er knüpft damit an eine linke US-Tradition an.
Beruf und schöne Dinge des Lebens: Was statt Schnotten aus der Nase kommt
Sportgucken ist bekanntlich genauso gesund wie Sportmachen. Oder sollte man vielleicht doch lieber sportlich Deleuze lesen?
IT-Forscher übers Hacken von Kopfhörern: „Die Schwachstelle in einem eigentlich sehr sicheren Gerät“
Dennis Heinze und Frieder Steinmetz haben Bluetooth-Kopfhörer gehackt. Ein Gespräch über Schwachstellen, Schnittstellen und sensible Daten.
Geteilte Musik und geteilte Getränke: Antidote für den Winter
In der neuen Nationalgalerie kann man mit Moor Mother mitimprovisieren und im Neuköllner Bajszel vorzüglich trinken – sogar mit Polizeischutz.
Byte FM auf UKW: Bildungsauftrag in Sachen Popmusik
Seit dem neuen Jahr läuft der Musiksender Byte FM in Berlin auf UKW. Das geht auf Kosten freier Sender, könnte aber bei der Musiksozialisation helfen.
Neues Album von De La Soul: Leben, Tod und alles dazwischen
Die New Yorker Rapper De La Soul haben ein neues Album veröffentlicht: „Cabin in the Sky“ lässt ihr verstorbenes Mitglied Trugoy auferstehen, mit gebührender Ehre.
Konzertempfehlungen für Berlin: Zurück zum Beton
Zum Jahresbeginn gibt es einige Blicke zurück und Einblicke in die Musik von heute. Vor allem bei Ultraschall Berlin
Metalband Hämatom auf Ukraine-Tour: „Musik machen für die Menschen“
Die deutsche Metalband Hämatom gastierte kürzlich in der Ukraine. Ihre Konzerte fanden unter prekären Bedingungen statt. Eindrücke aus einem geschundenen Land.
Orgelmusik von Claire M Singer: Dröhnende Schleifen
Die schottische Organistin Claire M Singer entlockt ihrem Instrument neue Klänge. Ihr Album „Gleann Ciùin“ kreist zwischen Drones und Landschaftsbeschreibungen.
Die Wahrheit: „Last Christmas“ und die Göttin des guten Geschmacks
Wer kennt eigentlich den anderen von Wham!, die einst in den Achtzigern die Übermutter aller Weihnachtshits schufen? Ein Treffen mit Andrew Ridgeley.
Shortbandcontest in Bremen: „Eine intensive Zeit, die zusammenschweißt“
Bei diesem besonderen Speedating finden sich für 48 Stunden neue Bands. Das soll die Klüngelbildung in der Musikszene aufbrechen, sagt Sabrina Bläß.
Tanzperformance in Osnabrück: Die diffuse Hektik des Daseins
Ein Tanz um Leben und Tod in der vermuteten Unendlichkeit: Die Dance Company Osnabrück schlängelt sich in Johanna Nuutinens „Æon“ durch Zeit und Raum.
Musikgeschäft der KIs: Lasst sie doch einfach machen
Seit sich mit Musik Kohle machen lässt, ist – mit Verlaub – Scheißmusik die Norm. Ketzerisch gefragt: Warum überlassen wir die nicht einfach der KI?
Rassistische Motive?: Angriff auf Chinesen
Silvester vor zwei Jahren haben drei junge Hamburger chinesische Studenten angegriffen. Das Gericht muss klären, ob es aus Rassismus war.
Wolfgang Ambros Dokumentation: Der Rockstar vom Süden
Eine ORF-Doku handelt von der österreichischen Musiklegende Wolfgang Ambros. Sie bleibt zwar recht brav, ist aber dennoch erhellend.
Ethel Smyth: Als Feminismus eine Melodie bekam
Ethel Smyth komponierte die Hymne der britischen Frauen im Kampf ums Wahlrecht. Doch sie griff auch zu radikaleren Mitteln.