taz.de -- Erinnerungskultur
Podcasterin über Frauen im NS-Widerstand: „Wir zeigen, dass Einzelpersonen viel ausrichten können“
Diana Ringelsiep und Sabrina Waffenschmidt stellen Frauen vor, die sich gegen die Nazi-Diktatur wehrten. Darunter sind auch völlig Unbekannte.
Völkermord-Gedenken in Berlin: Aus der Mitschuld folgt Verantwortung
Initiativen erinnern an den Genozid an den Armenier*innen im Osmanischen Reich vor 111 Jahren. Der Gedenktag sollte Teil der deutschen Erinnerungskultur werden.
Buch über Erinnerungskultur in Spanien: Erinnern, um zu vergessen
Spanien tut sich schwer mit dem Erbe der Franco-Diktatur. Thomas Stölting plädiert für ein Ende des Schweigens und eine produktive Erinnerungskultur.
Berliner Ausstellung zum Holocaust: Woher das eigene Familiensilber wohl stammen mag
Die „Topographie des Terrors“ widmet sich der Frage, wie weit das Wissen um den Holocaust an den Juden in der deutschen Bevölkerung verbreitet war.
Dokuzentrum Flucht und Vertreibung: Übernahme erfolgreich abgewehrt
Konservative wollten das Vertriebenen-Dokuzentrum umbauen, NS-Verbrechen sollten keine zentrale Rolle mehr spielen. Doch der Versuch wurde abgewehrt.
50 Jahre Militärputsch in Argentinien: Erinnerungskultur unter Beschuss
Am 24. März 1976 putschte in Argentinien das Militär und ermordete in den Folgejahren Tausende von Menschen. Manche sind bis heute verschwunden.
US-Archiv und Nazivergangenheit: Wir spielen nicht mit bei eurem Gedächtnistheater
Die digitale Öffnung des US-Nationalarchivs lässt viele Deutsche nach der NS-Geschichte ihrer Vorfahren suchen: ein Spektakel zur Gegenwartsflucht.
NS-Gedenken in Osnabrück: Aus der Mottenkiste hervorgeholt
Um den richtigen Namen für den Lernort in der ehemaligen NSDAP-Parteizentrale in Osnabrück gab es jahrelang Streit. Fängt jetzt alles von vorne an?
Gedenken an einen Völkermörder: Türkische Nationalisten erinnern an den Tod von Tâlat Paşa
In Berlin feiert eine Gruppe den Drahtzieher des Völkermordes an den Armeniern. Als Gegenveranstaltung lädt ein antirassistischer Verein zu einem historischen Rundgang.
Auf Spuren einstigen jüdischen Lebens: Straßenschilder der Erinnerung
Seit dieser Woche weisen Markierungen auf das vernichtete Zentrum des östlichen Judentums im Scheunenviertel in Berlin-Mitte hin.
Deutsche Erinnerungspolitik: Die große Heuchelei
Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.
Neue Diskussion um sowjetische Ehrenmale: Erklären, nicht abreißen
Vier Jahre nach dem russischen Überfall fordert der Verein Vitsche eine Neubewertung der sowjetischen Ehrenmale. Abriss aber steht nicht zur Debatte.
Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen.
Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur, Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost.
Kulturkampf um Geschichte der Sklaverei: US-Richterin zieht Orwell-Vergleich
Die US-Regierung will nicht an die Sklaven im Haus von George Washington erinnern. Nun entschied ein Gericht: Eine Ausstellung dort muss zurückkehren.
Fotos von Deportationen: Wie die Lörracher bei Deportationen gafften
Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme Fragen stellen.
Rechtsextreme Demo in Dresden: Nazis zerstören Dresdner Zerstörungsgedenken
Erneut nutzen über 1.000 Rechtsextreme die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg für ihre Zwecke. Die Erinnerung an den 13. Februar 1945 ist in der Krise.
Berichterstattung über Holocaust: Welchen Horror wir erwarten
Die bekannten Bilder des Holocaust strukturieren unser Erinnern. Doch was passiert, wenn Gewalt nur noch dort erkannt wird, wo wir sie erwarten?
Nationalsozialismus in Berlin: Eine Mauer aus erhobenen Armen
Bei der „Köpenicker Blutwoche“ 1933 erprobten SS und SA offen den nationalsozialistischen Terror. Wichtig wäre Gegenwehr gewesen – doch die Zivilgesellschaft versagte.
NS-Forscher über Gedenkkultur: „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“
Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und Mitläufertum.
Gedenken in der Ukraine: Blumen für Opa
Seit 2009 werden in der Ukraine Stolpersteine für Holocaustopfer verlegt. Dezentrale Erinnerung ist auch für Gedenken in Putins Angriffskrieg wichtig.
Holocaust in der Ukraine: Die Erde voller Knochen
Die Ukraine hat nach Polen die meisten Holocaust-Opfer zu beklagen. Noch heute ist das Land voller Massengräber. Gedenken ist auch deshalb mühsam.
Shoah-Gedenken in Luckenwalde: Wenn ein Rechter Holocaust-Opfern gedenken soll
In der brandenburgischen Kreisstadt soll ein AfD-naher Abgeordneter die Rede zum Gedenktag halten. Initiativen protestieren, der Bürgermeister gibt sich machtlos.
Verteidigung der Erinnerungskultur: Aufarbeitung von unten
Zwischen herausgerissenen Stolpersteinen einerseits und Vereinnahmungstendenzen andererseits: Warum es ein Weiter-so in der Erinnerungskultur braucht.
Susanne Siegerts „Gedenken neu denken“: Uroma war kein Nazi, meinen die Jungen oft
In ihrem Buch schlägt die Journalistin Susanne Siegert einen Perspektivwechsel beim Blick auf die Verbrechen während der NS-Zeit vor.
Protest gegen Fake-KZ-Bilder: „Für Profit instrumentalisiert“
Gedenkstätten fordern Betreiber sozialer Medien auf, gegen KI-Fälschungen vorzugehen. Es bahne sich ein Problem mit historischen Fotos an.
Historikerin über Corona-Pandemie: „Alle Stimmen sind wichtig“
Menschen haben die Pandemie sehr unterschiedlich erlebt. Ein Gespräch mit Historikerin Ute Frevert darüber, wie gemeinsames Erinnern gelingen kann.
Porajmos-Gedenktag in Bremerhaven: „Auch Sinti und Roma wurden erfasst, entrechtet und verfolgt“
Die Aufarbeitung der NS-Verfolgung der Sinti und Roma begann 35 Jahre nach Kriegsende. Am 16.12. wird in Bremerhaven der Gedenktag begangen.
Staatsräson: Ein deutscher Sonderweg in die neue Weltordnung?
Intellektuelle kritisieren auf einem Symposium in Zürich die deutsche Staatsräson – und verabschieden die liberale Bundesrepublik.
Jahrestag von Assads Sturz in Syrien: Gerechtigkeit. Jetzt?
Ein Jahr nach Assads Sturz: Wie entwickeln sich Justiz und Fairness in einem Syrien im Übergang? Besuch bei Frauen, die sich für Aufarbeitung einsetzen.
20 Jahre nach dem Mord: Hatun Aynur Sürücü unvergessen
Can Sürücü erzählt, wie es ihm nach dem Mord an seiner Mutter ging. Dass er das öffentlich tut, zeigt, wie wichtig Erinnerung an Opfer von Gewalt ist.
Streit um Lenin-Statue in Schwerin: Eine altvertraute Debatte
Lange schon steht eine Lenin-Statue in Schwerin. Nun sorgt die Debatte um die Ernennung zum Denkmal erneut für unverständlichen Zündstoff.
NS-Vergangenheit eines Komponisten: Ehre, wem keine Ehre gebührt
Richard Trunk war Komponist – und Nationalsozialist der ersten Stunde. Seine Heimatstadt will Straßen und Schule aber weiter nach ihm benannt sehen.
Forschung zu Shoa-Überlebenden: Die Stimme der Überlebenden
Birgit Mair sammelt Stories von Holocaust-Überlebenden, besucht mit ihnen Schulen, stellt sich gegen rechts. Sie erinnert, ohne dabei zu zerbrechen.
NS-Dokumentationszentrum Hamburg: Investor will NS-Gedenken steuerlich absetzen
Das NS-Dokuzentrum am Hannoverschen Bahnhof in Hamburg sollte 2026 fertig werden. Nun kommt raus: Die Planungen sind wegen des Investors gestoppt.
Diskussion um Kühne-Oper in Hamburg: Die beste Adresse
Der Stifter von Hamburgs neuem Opernhaus steht wegen der NS-Geschichte seines Unternehmens in der Kritik. Es gibt eine Idee, die Leerstelle aufzuzeigen.
Mahnmal gegen sexualisierte Gewalt: Das Politische bitte nur im Privaten
Im Streit um die Friedensstatue in Moabit lehnt der Korea-Verband einen Umzug weiter ab. Der Bezirk würde das Mahnmal gern auf Privatgelände stellen.
Beamte stürmen NS-Gedenkstätte: Antifa-Zeltlager unter Verdacht
Einsatzkräfte stürmten eine Kärntner Gedenkstätte. Die Teilnehmenden wollten an die dort 1945 ermordeten Slowen:innen erinnern und Widerstand diskutieren.
Unsterblich durch KI-Zwilling: Opa für immer
Wolfgang Hoeltgen, 78, bastelt an seiner digitalen Unsterblichkeit – mit einem KI-Zwilling. Ist das Spielerei oder Zukunft?
Indonesien und Westpapua: Eine neue Geschichte wagen
Indonesiens Präsident will die Landesgeschichte neu schreiben lassen. Die indigenen Papuaner müssen mitwirken, sonst bleibt es ein Monolog der Macht.
Bildungsreferentin über Kolonialismus: „Viele junge Menschen erleben koloniale Kontinuitäten“
Viktoria Zvolski findet Wege, um Jugendliche für Erinnerungskultur zu begeistern. Denn im Schulunterricht kommt das zu kurz.
Deutsche Bahn und NS-Widerstand: Wer war Fritz Kittel?
Die Deutsche Bahn löst eine Ausstellung zu Widerstand im Nationalsozialismus auf. Dabei wäre es möglich gewesen, die Schau privat weiterzuführen.
Deutsche Verbrechen an Polen vor 1945: Ein Findling gegen das Vergessen
Der neue Gedenkort zur Erinnerung deutscher Verbrechen an Polen wurde neben dem Kanzleramt eingeweiht. Er soll nur ein fünfjähriges Provisorium sein.
Auschwitz-Komitee hat neue Präsidentin: Power für die Brandmauer
Das Internationale Auschwitz Komitee vertritt Holocaust-Überlebende aus 19 Ländern. Nun wurde Eva Umlauf zu seiner neuen Präsidentin gewählt.
Künstler kritisiert Erinnerungskultur: Die Entthronung von Gerhard Richter
Gerhard Richters Birkenau-Kapelle oder eine 3D-Videokulisse des Vernichtungslagers: Wird Auschwitz nur zum leeren Symbol, fragt Künstler Leon Kahane.
„Gewalt ausstellen“ im DHM in Berlin: Als Europa sich ein Bild machte
Schon bald nach 1945 versuchten Ausstellungen, die NS-Verbrechen greifbar zu machen. Das Deutsche Historische Museum erinnert an sie.
Zeichnerin über Holocaust-Projekt: „Eine Zeichnung kann skizzenhaft und dabei deutlich sein“
Barbara Yelin hat die Erinnerungen der KZ-Überlebenden Emmie Arbel in Zeichnungen festgehalten. Zu sehen sind sie in der Gedenkstätte Bergen-Belsen.
Verpflichtende KZ-Besuche in der Schule: Erinnern geht nur inklusiv
Karin Priens Vorstoß für mehr NS-Bildung an Schulen ist ein richtiger Impuls. Einen wichtigen Aspekt lässt sie dabei allerdings völlig außer Acht.
Umgang mit NS-Erinnerung: Was der Opa von Friedrich Merz mit der Gegenwart zu tun hat
Der Kanzler will sich offenbar nicht mit der NS-Geschichte seiner Familie befassen. Das sagt viel über sein Verständnis von Erinnerungspolitik.
Nachruf auf Margot Friedländer: Sie wird fehlen
Mit Margot Friedländer ist eine Jahrhundert-Persönlichkeit gestorben. Unser Autor verabschiedet eine Frau, die in Erinnerung bleiben wird.