taz.de -- Bühne

Houellebecqs „Serotonin“ im Theater: „Es ist Kunst – da ist es in Ordnung, sich so preiszugeben“

Regisseur Sebastian Hartmann und Schauspieler Guido Lambrecht über die Energie ihrer "Serotonin"-Inszenierung und Entspannung durch Verkehrslärm.

Dokumentartheater über Krabbenfischerei: Sie kämpfen für den Kaviar der Nordsee

Das Open-Air-Theaterstück „Nasses Land-Sielhäfen“ erzählt in Dorum, wie das Handwerk der Krabbenfischer gefährdet ist. Prominent dabei: der hungrige Wittling.

„Was ihr wollt“ Im RambaZamba-Theater: Therapie für Liebeskranke

Das inklusive Berliner Theater RambaZamba verpasst dem Shakespeare-Evergreen „Was ihr wollt“ eine Intensiv-Sauerstoff-Kur.

Stück über Schrecken des Kriegs in Köln: Die Apokalypse tangiert uns peripher

Regisseur Sebastian Baumgarten will am Schauspiel Köln mit „Vergeltung“ den Krieg spürbar machen. Was bleibt, ist ein schrecklich magerer Abend.

Performance in den Sophiensælen: Wenn der Witz stirbt

Mit ihr lachen, nicht über sie: „Finite Jest“ in den Berliner Sophiensælen gelingt am stärksten dort, wo Melanie Jame Wolf sich selbst zum Gegenstand macht.

VR-Theater in München: Willkommen in der Realität

Ist das noch Theater? Das Münchener Residenztheater versucht sich erstmals in einer immersiven Inszenierung, die Schauspiel und Virtual Reality zusammenbringt.

Neues Stück von Philippe Quesne: Ob das Leben eine Sichtweise hat

Die Kunst, sie raucht und schäumt. Erstmals in Deutschland präsentierte Philippe Quesne „Le Paradoxe de John“ am Freitag im Berliner Hebbel am Ufer.

Puppen-Spezial am Deutschen Theater: Pittiplatsch und die glühend erhoffte Reh-Migration

Das Deutsche Theater Berlin verhilft mit der Festivalreihe „Puppen-Spezial“ einem wenige beachteten Subgenre zu größerer Aufmerksamkeit.

Theaterstück über Frauen in der Kunst: Wenn die Muse rebelliert

Abwechslungsreich inszeniert: Im Ballhaus Prinzenallee hinterfragt Elli Treptow in „Ich liebe dich nicht“ die Rolle der Frau als bloße Inspirationsquelle.

Bühnenfassung von „Auf allen vieren“: Die Frau an der Klippe

Ein vierköpfiges Frauenkollektiv hat Miranda Julys Roman „Auf allen vieren“ in den Sophiensaelen in Berlin uraufgeführt. In den Hauptrollen: Fritzi Haberlandt und Meike Droste.

Tschechow am Staatstheater Darmstadt: Gefangen in Lethargie und Einsamkeit

Im Staatstheater Darmstadt widmet sich Regisseur Philipp Preuss Tschechows „Kirschgarten“. Erst im zweiten Teil nimmt seine Inszenierung Fahrt auf.

Staatsschauspiel Dresden: Zumindest das Theater kann die Welt noch retten

Volker Lösch führt in Dresden Voltaires einfältigen „Candide“ als Anwalt der Apokalypsebewussten vor.

„Publikumsbeschimpfung“ in Frankfurt: Von Bratzen und Glotzaugen

In Peter Handkes Stück „Publikumsbeschimpfung“ ist nichts normal. Derart furios und geistreich wie am Schauspiel Frankfurt erlebt man Theater selten.

Erpenbeck am Deutschen Theater Berlin: Zugriff aus der Halbdistanz

Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ ist nicht nur beliebter Abiturstoff, auch auf die Bühne drängt er. Am DT versucht sich Alexander Eisenach daran.

Theaterregisseur über Gorki-Theater: „Ich verliere mein künstlerisches Zuhause“

Nurkan Erpulats letzte Inszenierung am Gorki Theater feiert Samstag Premiere. Sein postmigrantisches Theater prägte Shermin Langhoffs Intendanz.

Thomas-Mann-Novelle im Theater Bremen: Demonstration der Ohnmacht

Caroline Kapp lässt „Mario und der Zauberer“ in Bremen nach atmosphärisch dichtem Beginn ins Mitmachtheater abrutschen. Magisch ist das nicht.

Theatertreffen 2026: Von Krieg und Polarisierung und Prekariat

Im Haus der Berliner Festspiele haben die Leitung und die Jury des Theatertreffens bekannt gegeben, welche zehn Stücke diesmal eingeladen werden.

Ausstellung über DDR-Theatergeschichte: Vorhänge, die sich nie öffneten

DDR-Geschichte in Stücken und Lücken: Eine Ausstellung der Ernst-Busch-Schauspielschule erinnert an Dramen, deren Premieren verboten wurde.

Mehr Live-Podcasts in 2026!: Vom Ohr auf die Bühne

Podcasts sind seit vielen Jahren beliebt, immer öfter werden sie auch live vor Publikum aufgenommen. Das ist Grund zur Sorge, aber auch zur Freude.

Die Wahrheit: Zum Kotzen schönes Täschchen

Einst gab es Dinge, die nur für einen einzigen und sei es auch völlig abseitigen Zweck erworben und eingesetzt werden konnten.

„Lecken 3000“ am Wiener Burgtheater: Kein Gossip der Community

In schnellen Szenen und mit hohem Sprechtempo verhandelt „Lecken 3000“ von Autor*in lynn t musiol im Wiener Burgtheater Gewalt in queeren Beziehungen.

Sophie Rois an der Berliner Volksbühne: Eine schwere Geburt

Worum geht es hier eigentlich? Versuch einer Besprechung der Uraufführung von „Proprietà Privata: Die Influencer Gottes kommen“ an der Volksbühne.

Yael Ronen an der Berliner Schaubühne: Halluzinationen als kultureller Zustand

Yael Ronens „Sabotage“ an der Berliner Schaubühne ist eine überdrehte Gesellschaftsanalyse des deutschen Umgangs mit Juden, Israel und Gaza.

SciFi-Essay als Schauspiel: Das Universum antwortet nicht

Zukunft mit großem Aschenbecher: Das Deutsche Theater Berlin zeigt Stanisław Lems Essay „Eine Minute der Menschheit“.

Schiller auf dem Klo: Sturm und Drang gegen Dunkelheit und Kälte

Wenn man sich darauf einlässt, ist Berlin noch für eine künstlerische Überraschung gut. Nach drei Stunden Theater schmerzen die Glieder aber doch etwas.

Proteste gegen Magdeburger Theaterstück: Theater Magdeburg sieht rote Linie überschritten

Rechte Demonstrierende wollen ein Theaterstück zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt verhindern. Das Stück befindet sich noch in der Konzeptionsphase.

Kulturkürzungen des Bundes: Alles liegt auf Eis

Der Bund beendet die Netzwerkförderung der großen Produktionshäuser für Darstellende Kunst. International werden sie eine kleinere Rolle spielen müssen.

Theaterstück zu Mutterschaft: Bis der Bauch sich endlich wölbt

Das Schauspiel Hannover erzählt in „Die Tage der Hyäne“ von einer Frau, die um jeden Preis Mutter werden möchte. Autorin Sara Turuunen führt auch Regie.

Festival für junge Regie: Kein „Leises Servus“ zum Abschied

Wegen Geldmangels soll das Dresdner Fast-Forward-Festival für junge europäische Regie nicht fortgeführt werden. Am Sonntag ging die 15. Ausgabe zu Ende.

Berliner Premiere der Akram Khan Company: Sie führt in eine Welt vor unserer Zeit

So hinreißend der Tanz, so düster die mythischen Rituale: „Thikra: Night of Remembering“ der Akram Khan Company bei den Berliner Festspielen.

„Wachse oder weiche“ in München: Der Acker, der die Welt bedeutet

Am Nockherberg geschasst, in den Münchner Kammerspielen gefeiert. Maximilian Schafroth feiert mit seiner ersten Theaterarbeit Premiere.

Ausstellung über Renato Mordo: Gehetzt in Ruhm und Elend

Renato Mordo war Regiestar der Weimarer Republik. Das Oldenburgische Staatstheater erinnert an sein Wirken, sein Exil und die Besatzung Griechenlands.

Uraufführung am Schauspiel Frankfurt: Zerstörung und Erneuerung

Die Dramatikerin Anja Hilling startet in „Spiel des Schwebens“ ein pädagogisches Experiment. Der Ausgang ist ungewiss und verwirrend.

Herbstsalon am Gorki Theater: Geschichte als Auftrag

Mit dem 7. Herbstsalon und vielen weiblichen und migrantischen Stimmen verabschiedet sich Intendantin Shermin Langhoff vom Berliner Gorki Theater.

Debatte über Machtstrukturen gefordert: Kunst in Osnabrück streng begrenzt

Kulturschaffende aus ganz Deutschland wollen Absetzung des Stücks „Ödipus Exzellenz“ an Osnabrücks Theater nicht hinnehmen und appellieren an Politik.

Volksbühne in Berlin: Wie eine Lupe auf das menschliche Tun

Das Theaterduo Vinge/Müller eröffnet mit acht Stunden von Ibsens „Peer Gynt“ die Spielzeit der Berliner Volksbühne. Und das ist nur der erste Akt.

Neuer Intendant am Schauspiel Köln: Der Apokalypse entgegenschwanken

Mit „Imagine“, einem ästhetisch grandiosen Weltenwimmelbild aus Rausch und Abgrun d, eröffnet Kay Voges seine Schauspielintendanz in Köln.

„Mephisto“-Aufführung in Dresden: Er ist um keine Rechtfertigung verlegen

„Mephisto“ nach Klaus Mann am Staatsschauspiel Dresden folgt der Karriere eines Schauspielers in der NS-Zeit – und driftet bisweilen in die Gegenwart.

Kurdisch-Deutsche Regisseurin: Im Theater ist alles möglich

In Diyarbakır hat Mizgin Bilmen „Jîn – Jinên Azad“ inszeniert. Es ist ein radikal-poetisches Stück über Widerstand und Stärke kurdischer Frauen.

Eröffnungsstück der Ruhrtriennale: Ein lahmer Lars Eidinger in Watertown

Das Festival war mal ein Fixstern am Theaterhimmel. Dieses Jahr eröffnet es mit Ivo van Hoves Musiktheater „I Did It My Way“. Reichen die guten Songs?

Opernprogramm der Salzburger Festspiele: Qualvoll durchleben sie die Handlung wieder und wieder

Die Opern der Salzburger Festspiele erzählen von Macht, Krieg und Tod. Der große Wurf gelingt mit Evgeny Titovs Inszenierung von Eötvös’ „Drei Schwestern“.

Kunstblut in „Medeas Kinder“: Die Performerin hängt am Fleischerhaken

Kunstblut fließt auf der Bühne – und Menschen fallen im Theater in Ohnmacht. Wieso eigentlich? Ist doch klar, dass niemand ernstlich verletzt wird.

Impulstanz Festival Wien: Schweiß und Pathos

Der Schlüssel zur Gegenwart liegt im Archiv. Um Zeitgenossenschaft zu ergründen, blickt das Impulstanz Festival zurück. Geht es ohne Pina Bausch?

Die Wahrheit: Steppende Radieschen im Theater des Nihilismus

Als Bühnenschaffender fällt einem immer wieder auf, wie Theatervorstellungen im Film dargestellt werden: öde, anstrengend und rollkragenpullovrig.

Kulturelle Teilhabe: Miteinander statt übereinander reden

Hochkultur schließt viele Menschen aus. Der Begriff sollte geweitet und der Zugang geöffnet werden.

Festival für tschechisches Theater: Von Wuchermieten und Trollmüttern

Der Verein Drama Panorama bringt einmal im Jahr „Ein Stück: Tschechien“ nach Berlin. Szenische Lesungen zeigten drei Stücke gekürzt erstmals auf Deutsch.

Die Wahrheit: Tingeltangel, Kotze und Konfetti

Manche Sätze muss man in ihrer poetischen Wucht einfach so stehen lassen: Das gilt auch für das Theater, das zu oft zu seriös daherkommt.

„Zur schönen Aussicht“ in Stuttgart: Phrasen schleudern, Intrigen spinnen

Das Schauspiel Stuttgart entdeckt Ödön von Horváth wieder – zu Recht. Dessen Dramatik erweist sich als beklemmender Spiegel unserer Gegenwart.

Ukrainische Schauspielerin Iryna Lazer: Allein mit der Verzweiflung über diesen Wahnsinn

Die Ukrainerin Iryna Lazer lassen die Traumata des Krieges nicht los. Ihre Theaterarbeit ist von Erfahrungen von Flucht, Exil, und Rückkehr geprägt.

Theater im Ballhaus Prinzenallee: Im Panoptikum der Gewalt

Es ist Sommer und auf den Feldern um Stammheim stinkt der Kohl. Hinter den Mauern Gudrun Ensslin. In den „Ensslin-Fragmenten“ kämpft sie weiter.