taz.de -- Romanverfilmung
Film „Allegro Pastell“ auf der Berlinale: Im Zweifel für die Emotion
Der Spielfilm „Allegro Pastell“ von Anna Roller nach dem gleichnamigen Roman von Leif Randt erzählt vom Lebensgefühl der Millennials.
Film „Wuthering Heights“: Sturm ohne Fallhöhe
Emerald Fennells Verfilmung von Emily Brontës „Wuthering Heights“ verspricht im Gothic-Trend tragische Liebe – und eine moderne, feministische Perspektive.
Spielfilm „Winter in Sokcho“: Hier wird vortrefflich aufgekocht
In seinem stillen, genau beobachteten Spielfilmdebüt „Winter in Sokcho“ erzählt der Regisseur Koya Kamura vom Leben in einer südkoreanischen Kleinstadt.
Thriller „The Housemaid“: Ein Dekolleté für den Feminismus
In „The Housemaid“ lockt Paul Feig mit Klischees und erwartbaren erotischen Fantasien rund um Sydney Sweeney. Sein Film zelebriert auch weibliche Wut.
Spielfilm „Der Fremde“ nach Albert Camus: Nichtstun und Rauchen
François Ozon hat Albert Camus’ Existenzialismus-Klassiker „Der Fremde“ verfilmt. Er macht die Kälte des Protagonisten trotz sengender Sonne greifbar.
Spielfilm „Die jüngste Tochter“ im Kino: Jung, muslimisch, lesbisch
Regisseurin Hafsia Herzi inszeniert mit „Die jüngste Tochter“ eine Coming-of-Age-Geschichte ohne Klischees. Der Film basiert auf einem Roman von Fatimas Daas.
Spielfilm „Zwei Staatsanwälte“ im Kino: Hier überlebt man nur mit Gehorsam
Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa hat den sowjetischen Roman „Zwei Staatsanwälte“ verfilmt. Stalinistischen Terror inszeniert er als kafkaeske Parabel.
Jane Austen in der Popkultur: Wenn Mr. Darcy Zombies töten muss
Wahnsinn, wie viele Verfilmungen und Serien es rund um diese Klassikerin gibt. Offenbar verliebt sich jede Generation neu in diese Figuren.
Wolfgang Beckers letzter Film im Kino: Geschichte ist, was man dabei fĂĽhlt
„Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist Wolfgang Beckers letzter, postum vollendeter Film. Seine Betrugsklamotte fragt nach dem Umgang mit Vergangenheit.
Spielfilm „Lolita lesen in Teheran“: Nafisis Erzählung und Riklis’ Film
Eran Riklis’ Film „Lolita lesen in Teheran“ ist eine Hommage an Literatur und weiblichen Widerstand. Überragend: Golshifteh Farahani in der Hauptrolle.
Fatih Akins neuer Spielfilm „Amrum“: Eine deutsche Kindheit
Basierend auf Erinnerungen von Hark Bohm hat Fatih Akin einen berührenden Film gedreht. „Amrum“ spielt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.
Film „One Battle After Another“: Trump wird diesen Film hassen
Paul Thomas Andersons Spielfilm „One Battle After Another“ ist virtuos inszeniert. Der auf 35-mm gedrehte Film kritisiert den autoritären Umbau der USA.
Cultural Appreciation: Endlich wieder Fast Food essen können
Der andere Körper als Erkenntnisraum. Was verraten eigentlich Bodyswitch-Filme über unsere Vorstellungen von Alter, Gender und Status?
Film „Der Meister und Margarita“ im Kino: Die Opposition im Mainstream aufweichen
Regisseur Michael Lockshin hat die Romansatire „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow aus der Zeit des Stalinismus verfilmt. Eine Kritik.
Regisseurin Ariane Labed über Debütfilm: „Ich kenne diese Welt ziemlich gut“
Ariane Labed debütiert mit ihrem Film „September & July“ als Regisseurin. Sie spricht über komplexe Figuren und den nötigen Wandel der Branche.
Schwules Begehren im Spielfilm „Queer“: Last und Lohn des Verlangens
Luca Guadagninos „Queer“ erkundet das Begehren als eine Kraft, die sowohl antreibt als auch zerstört. Daniel Craig besticht darin als schwuler Dandy.
Romanverfilmung „Ellbogen“: In diesen Club kommt sie nicht
Sowohl in Berlin als auch in Istanbul fühlt sich Protagonistin Hazal fremd. Aslı Özarslan hat den Roman „Ellbogen“ von Fatma Aydemir verfilmt.
Science-Fiction „Dune – Part 2“: Die Mähne des Propheten
Wie ein Best-of-Sci-Fi wirkt „Dune – Part 2“ des kanadischen Regisseur Denis Villeneuve. Seine Romanverfilmung bietet reichlich spektakuläre Bilder.
Neuverfilmung von „Die Farbe Lila“: Zaghafte Emanzipation
Gewalt gegen Frauen in den Südstaaten: In „Die Farbe Lila“ wird der Stoff von Regisseur Blitz Bazawule als Musical erneut auf die Leinwand gebracht.
Hans-Fallada-Romanverfilmung: 100 Jahre Wutbauer
„Bauern, Bomben und Bonzen“ von 1973 ist Filmhit dieser Tage. Der Fünfteiler spielt 1931 und ist angesichts der Bauernproteste erschreckend aktuell.
Film „Sophia, der Tod und ich“: Märchen vom Aufschub
Charly Hübner hat den Roman von Thees Uhlmann in einer liebenswerten Komödie verfilmt. Sie handelt vom Abschiednehmen.
Neuer Film „Luise“: Abseits der Welt und ihrer Wirren
Im Personenstück „Luise“ fächert der deutsche Regisseur Matthias Luthardt eine Charakterstudie auf. Inspiration ist eine Erzählung von 1922.
Film „Living“ von Kazuo Ishiguro: „Eine multiple kulturelle Aneignung“
Der Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro hat für den Film „Living“ das Drehbuch geschrieben. Ein Gespräch über den Gentleman in uns und Angst vor Gefühlen.
Nachruf auf Nadja Tiller: Von pragmatischer Anmut
Sie spielte das Mädchen Rosemarie und war im Nachkriegskino die Gegen-„Sissi“. Mit 93 ist die großartige Schauspielerin Nadja Tiller nun gestorben.
Romanverfilmung von Aron Lehmann: Wahrheiten aus dem Westerwald
„Was man von hier aus sehen kann“ verhandelt existenzielle Themen im kleinen Dorf. Magischer Realismus und Humor treffen auf Tieftrauriges.
„Die Kriegerin“ von Helene Bukowski: Blumen und Härte
Helene Bukowskis neuer Roman „Die Kriegerin“ erzählt von Soldatinnen, die Verletzlichkeit überwinden wollen. Ein Porträt.
Romanverfilmung „Warten auf Bojangles“: Sorgen sind so vulgär
Der französische Regisseur Régis Roinsard macht in seinem Film „Warten auf Bojangles“ eine bipolare Störung zur bonbonbunten Tragikomödie.
Arte-Doku zu Filmklassiker: Hund mit altem Namen
Eine Doku zum Spielfilm „Der Garten der Finzi Contini“ beleuchtet die Biografie des Autors Bassani. Thema auch: der Spagat zwischen Realität und Fiktion.
„Dune“-Buch versteigert: Fans wollen Serie umsetzen
„Dune“-Fans haben für 2,66 Millionen Euro ein Buch zum nie veröffentlichten Film von 1975 ersteigert. Ohne Lizenz soll daraus eine Serie entstehen.
Science-Fiction-Neuverfilmung „Dune“: Die Würze der Zukunft
In der Zukunft, wie „Dune“ sie erzählt, scheint die Ökologie von linkem Denken befreit. Sehenswert ist der Film von Denis Villeneuve dennoch.
„Räuberhände“ von İlker Çatak: Liebenswerte Istanbuler
Der Regisseur İlker Çatak hat den Roman „Räuberhände“ von Finn-Ole Heinrich verfilmt. Es geht um Freunde, schwierige Mütter und fürsorgliche Männer.
Kästner-Verfilmung „Fabian“ im Kino: Im Exzess klaren Kopf behalten
Dominik Graf nimmt sich in der Kästner-Adaption „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ einige Freiheiten. Sein Film fiebert durchs Berlin der Dreißiger.
Netflix-Thriller „Things Heard & Seen“: Geister, Gaslight, Genre-Mix
Im Horror-Thriller „Things Heard & Seen“ geht es um eine toxische Ehe und um Geister. Die zwei Handlungsstränge überlagern sich dabei gegenseitig.
Kinofilm „David Copperfield“: Die wahren Helden der Geschichte
Armando Iannucci hat „David Copperfield“ mit viel Humor und ungewohnter Besetzung verfilmt. Der Brite erzählt den Stoff straff und episodenartig.
Verfilmung von „Adam und Evelyn“: Vorsichtige Ostdeutsche
Andreas Goldstein hat den Wenderoman „Adam und Evelyn“ von Ingo Schulze verfilmt. Die Protagonisten wälzen sich hitzegeschwängert voran.
ARD-Verfilmung „Wir sind Schwestern“: Afrika ist überall
Die ARD hat Anne Gesthuysens Debutroman verfilmt. Dabei wurde der harte Stoff ein bisschen gefälliger gemacht. Doch der Film überzeugt.
Literaturverfilmung „Kruso“: Utopie, also unausführbar
Die ARD zeigt die Verfilmung von Lutz Seilers preisgekröntem Roman „Kruso“. Für die Magie müssen die Schauspieler sorgen.
Romanverfilmung „So was von da“: Heimatfilm auf Koks
Jakob Lass hat den St. Pauli-Roman „So was von da“ von Tino Hanekamp verfilmt – authentisch und komisch, aber mit abgeschmackten Film-Tricks.
Oskar Roehlers Film „Herrliche Zeiten“: Gewalt als letzte Lösung
Die schwarze Gesellschaftssatire von Oskar Roehler will vor allem eines: provozieren. Offen bleibt, wie er selbst zum Plot seines Films steht.
Romanverfilmung im Wettbewerb: Aus der Zeit gefallene FlĂĽchtlinge
„Transit“ von Christian Petzold verändert den Blick auf das Thema Flucht durch ein intelligentes Spiel mit Geschichte und Gegenwart.
Literaturverfilmung „Wunder“: Sehnsucht nach Chewbacca
Der Regisseur Stephen Chbosky hat den Roman „Wunder“ über ein Kind mit Gendefekt verfilmt. Julia Roberts und Owen Wilson spielen die Eltern.
Bestseller-Adaption „Schloss aus Glas“: Tagelang Margarine mit Zucker essen
Inszenierte Hippie-Familiengeschichte: Der Film „Schloss aus Glas“ basiert auf dem autobiografischen Bestseller von Jeannette Walls.
Drehbuchautor über Jörg Fausers Roman: „Ich hätte ihn damals nicht gemocht“
Jörg Fausers Roman „Rohstoff“ kommt ins Kino. Das Buch sei eine Abrechnung mit den Repräsentanten der Staatskultur, sagt Stefan Weigl.
Verfilmung von „Axolotl Roadkill“: „Atomkrieg oder was?“
Eine Pubertätsvision: Helene Hegemann hat aus ihrem Bestsellerroman nun den Spielfilm „Axolotl Overkill“ gemacht. Er ist harmlos geworden.
„Die Verführten“ von Sofia Coppola: Barocke Unterwanderung
Sofia Coppolas Spielfilm „Die Verführten“ zeigt mit viel Sinn für Komik, wie unterhaltsam ein Psychodrama inmitten des US-Bürgerkriegs sein kann.
Film „In Zeiten des abnehmenden Lichts“: „Haben wir alles verdorben?“
Matti Geschonneck ĂĽber seine Verfilmung von Eugen Ruges Roman zum Ende der DDR. Und ĂĽber seine Vertrautheit mit dessen Figuren.
Neue Austen-Verfilmung im Kino: Starke Heldinnen, männliche Blödheit
„Lady Susan“ ist ein eher unbekannter Briefroman von Jane Austen. Als „Love & Friendship“ kommt er jetzt auf die Leinwand.
Agententhriller „Verräter wie wir“: Hilfeschrei aus dem Land der Kälte
„Verräter wie wir“ ist ein Film nach einem Roman von John le Carré. Stellan Skarsgård gibt einen verzweifelt ausstiegswilligen Mafioso.