taz.de -- Kolumne Flimmern und Rauschen

Dialogoffensive der ARD: Alle reden durcheinander

Bei den Ă–ffentlich-Rechtlichen florieren in letzter Zeit die Dialogformate. Doch mit Medienjournalist*innen redet man bei der ARD immer seltener.

Correctiv-Recherche ĂĽber rechtes Treffen: Im Kulturkampf sterben die Fakten zuerst

Deutsche Medien attackieren Correctiv fĂĽr seine Investigativrecherche ĂĽber das Potsdam-Treffen. Doch damit machen sie es sich zu einfach.

RBB übernimmt Aufgabe bei ARD: Die Möglichkeit, etwas wiedergutzumachen

Eine neue Stelle der ARD soll intern für Struktur sorgen. Jemand vom RBB soll sie füllen – und damit beweisen, dass der Schlesinger-Skandal passé ist.

Axel Springer ändert Verlagsgrundsätze: Wenn Europa über den Kanal geht

Alles halb so wild bzw. eben dem internationalen Medienimperium angepasst – so begründet der Springer-Verlag seine Abkehr von bisherigen Essentials.

Lokaljournalismus im Wandel: Wo ist die Zeitung zum Liebhaben?

Was soll Oma Paluschke in Gera in Zukunft lesen? Offizielle Verlautbarungen und rechtsradikalen Quark? Das „Netzwerk Recherche“ geht erstmal vor Ort.

Fall Fernandes und Ulmen: Der Zorro für Männer

Christian Ulmen hat sich den bekannten Medienanwalt Christian Schertz an seine Seite geholt. Schertz vertrat auch Rammstein-Frontmann Lindemann. Geht’s noch?

Ausbau der DNB in Leipzig gestrichen: Bücher-, ähhh, Bürokratieabbau à la Weimer

Kurz vor der Buchmesse stoppt der Kulturstaatsminister den Ausbau der Deutschen Nationalbibliothek – und entfacht eine neue Debatte über Kulturpolitik.

Springer übernimmt „Telegraph“: Pfoten-Versuch in UK

Springer kauft den „Telegraph“ und will in „bar“ zahlen. Wenigstens geht das Blatt nicht an Larry Ellisons Pro-MAGA-Truppen aus den USA.

DuMont übernimmt „Kölnische Rundschau“: Was Presse und Brauereien verbindet

DuMont hat die „Kölnische Rundschau“ übernommen. Es bleibt ein stolzer Titel, aber sonst kaum Eigenes. Da gibt es Parallelen zu Bier.

Debatte um Rundfunkbeitrag: Der Preis der heiĂźen Kartoffel

Der Rundfunkbeitrag soll um 28 Cent erhöht werden. Die Länder warten auf die Meinung des Verfassungsgerichts und sollten aufhören, den ÖRR zu bashen.

Bayrischer Rundfunk: Extrawurst-Gesetz Ă  la Bavaria

Was Markus Söder unter Medienfreiheit versteht, riecht stark nach Eigenbraterei. Thüringen zeigt derweil: Es geht auch ohne Wurstigkeit.

Epstein Files: Wenn ein Presseausweis wichtiger ist als die Opfer

Ein deutscher Presseausweis für Ghislaine Maxwell sorgt für Aufregung – über die von Epstein ausgebeuteten Frauen und Mädchen wird deutlich weniger gesprochen.

Boris Lochthofen zurĂĽck beim MDR: Neuer Direktor mit schwierigen Aufgaben

ZurĂĽck in der Anstalt muss der neue Programmdirektor Boris Lochthofen vor allem eins machen: den MDR und die Ă–ffentlich-Rechtlichen gegen die AfD verteidigen.

„Beschlusspapier“ zum ÖRR: Vermächtnis macht 'ne Welle

Die CDU-Fraktionen von Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich – im Magdeburger Wahljahr – was zusammengedengelt. Es ist so dünn wie nicht umsetzbar.

Ă–ffentlich-rechtlicher Rundfunk: Alle reden vom Wetter

Das deutsche Fernsehen wird zum Dauerwetterbericht und alle schauen zu. Gut so, schlieĂźlich hat, was drauĂźen passiert, auch mit dem Klimawandel zu tun.

Das Medienjahr 2026: Ein Traumszenario

Eine Wunschliste für das neue Jahr: neue Bezahlmodelle für den öffentlichen Rundfunk und ein neues Steuerrecht für gemeinnützigen Journalismus.

Jörg Wagners Abschied vom RBB: Abgang in die Medienhölle

Jörg Wagners „Medienmagazin“ beim RBB ist Geschichte, auch wenn die Sendung weiterläuft – und Wagner erst recht weitermacht! Nur eben anderswo.

„Projekt Halle“: Eine gesunde Arroganz

Der Unternehmer Holger Friedrich will mal eben ein ostdeutsches Leitmedium grĂĽnden. Trotz Kritik an seiner Berliner Zeitung ist das wichtig.

TeleVisionale in Weimar: Ein neuer Anwärter für die Kulturhauptstadt

Weimar im Rampenlicht: Diese Woche fand die TeleVisionale statt, zudem wird die Stadt Standort fĂĽr den Medienrat. Bei dem gab es nun Ăśberraschendes.

Pressefreiheit unter Trump: Man sollte es als Ehrung verstehen

Das Weiße Haus „enthüllt“ neuerdings Fake News – also Berichte, die der Regierung nicht passen. Autor*innen inklusive. Die BBC ist vorne mit dabei.

Ludwig-Erhard-Gipfel: Weimers Wort-Inkontinenz

Nach dem Wirbel um seinen Gipfel wirken Wolfram Weimers ständige Warnungen noch bizarrer. Denn vor Interessenskonflikten warnte er bisher nicht.

„Spiegel“ und ARD: Angst ist kein guter Ratgeber für Medien

Der „Spiegel“ hat die Öffentlich-Rechtlichen ins Visier genommen. Man könnte so viel kritisieren an der ARD, aber die „Spiegel“-Geschichte ist dünn.

Deutsch-österreichischer Doppelgänger: Der falsche Kurz

Für ein neues Talk-Format hat Welt-TV Sebastian Kurz eingeladen – den falschen. Der ist zwar auch Politiker, aber nicht „Austrias Next-Top-Kanzler“.

Reform der Ă–ffentlich Rechtlichen: Erst SĂĽĂźes, dann Saures

Die Debatte um die Rundfunkreform ist nur scheinbar zu Ende. Denn solange die Medienpolitik keine Mehrheitspolitik ist, geht der Grusel weiter.

Ăśbernahme von ProSiebenSat.1: Wenn Berlusconi kocht, schmeckt die Suppe nicht

Pier Silvio Berlusconi hat ProSiebenSat.1 ĂĽbernommen und die Spitze ausgetauscht. Wenn Fernsehen ist wie Kochen, dann brodelt es in der SenderkĂĽche.

Ă–ffentlich-Rechtlicher Rundfunk: WidersprĂĽchliche Medienpolitik

Weil die Bundesländer sich nicht einigen können, herrscht bei den Öffentlich-Rechtlichen extremer Reformstau. Das befeuert die Narrative von Antidemokraten.

Das Ende zweier Ären: Was „Downton Abbey“ und die taz verbindet

„Downton Abbey“ verabschiedet sich im Kino, die taz vom Papier – beide schlugen sich tapfer durch und zeigen: Adel verpflichtet. Haltung auch?

Kulturstaatsminister gegen Ă–RR: Wenn Wolfram Weimer wieder wettert

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass der Kulturstaatsminister gegen Ă–ffentlich-Rechtliche austeilt. Doch das schadet mehr als jeder AfD-VorstoĂź.

„Bernd, das Brot“ bei John Oliver: Wie ein berühmtes deutsches Brot die USA rettet

Während Trump den Klimawandel zum Mythos erklärte, gastierte das KiKa-Maskottchen „Bernd, das Brot“ in John Olivers Late-Night-Show. Was war da los?

Pressefreiheit in den USA: Visavergabe nach Autokratenart

Die Trumpregierung möchte Journalist:innen nur noch 240 Tage am Stück ins Land lassen. Dazu soll nun die deutsche Regierung nicht mehr schweigen.

Bayrischer Chatbot BreznBot: Public Value ist wie Bier und Wiesn

Pünktlich zum Beginn der Oktoberfestsaison, bringt der Bayrische Rundfunk den BreznBot ins Netz. Eine Art ChatGPT für Säufer.

Berlusconi erobert deutsche Sender: Warum Weimer Berlusconis ProSiebenSat.1-Deal bejubelt

Media for Europe ĂĽbernimmt die Mehrheit an ProSiebenSat.1 und verspricht redaktionelle Freiheit. Doch die Sicherheiten sind so dĂĽnn wie das Programm.

Offener Brief zu Journalismus in Gaza: Deutschland zeigt endlich Haltung – aber nur ein bisschen

Israels Regierung lässt keine Journalist*innen nach Gaza und tötet lokale Medienschaffende. Nun hat Deutschland dazu Stellung bezogen – aber kleinlaut.

Satirischer Brandbrief an Julia Klöckner: Nius empört – Faktentreue ist da doch verpönt

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner verglich die taz mit „Nius“. Unser Autor schreibt ihr einen fiktiven Brief aus Sicht des rechtspopulistischen Mediums.

VorwĂĽrfe gegen CDU-Mann Markus Kurze: KĂĽssen verboten, auch fĂĽr breitbeinige CDU-Politiker

Markus Kurze sollte wegen eines Handkusses den Medienanstalt-Vorsitz verlieren – doch AfD und fehlender Aufklärungswille retteten ihn.

Öffentlichkeitsarbeit der ARD: Gehirnwäsche und Selbstlob

Auf Kritik reagiert die ARD mit einem cleveren Trick: Sie lenkt ab und redet ĂĽber ihre Erfolge. Um den einen groĂźen Ă–ffi-Erfolg bleibt es aber still.

ARD-Doku: Die gefährliche und umstrittene Welt von Palantir

Erstmals schaut ein Dokumentarfilm auf den US-Milliardär Alex Karp und seine umstrittene Firma. Gut so, denn Palantir schadet der Demokratie.

Ex-RBB-Chefin wird Krisenberaterin: Schlesinger wird in den Sternenkreis erhoben

Patricia Schlesinger wird Krisenberaterin bei einer Berliner Firma. Das passt: Mit Krisen kennt sie sich aus, sie hat beim RBB einige mitverantwortet.

TV-Sender im engen Austausch: Piep, Piep, Piep, RTL+ hat die ARD und Netflix lieb

ARD, RTL+ und Netflix sind eigentlich Konkurrentinnen – doch jetzt haben sich ihre Chefinnen getroffen. Was steckt hinter dem neuen Schulterschluss?

Wolfram Weimers Symbolpolitik: Schall, Rauch und Digitalabgabe

Kulturstaatsminister Weimer hat für alle Probleme der Medienbranche die passende Phrase – nun will er, dass die Plattformen zahlen. Wer's glaubt.

Holger Friedrich: Die schärfsten Kritiker der Elche sind selber welche

Der Verleger der „Berliner Zeitung“ und Herausgeber der „Weltbühne“ Holger Friedrich fühlt sich unfair behandelt. Dabei gehen seine Medien genauso vor.

Ex-Verfassungsrichter: Niemand kann Demokratie erklären – außer Peter Müller

Wo immer es um politische Grundsatzfragen geht, ist Peter MĂĽller auf der BĂĽhne. Diese Woche diskutiert der Ex-Verfassungsrichter bei Dokville. Seltsam.

Wiener Boulevard-Zeitung in der Krise: Wiener Medien-Soap ist vorbei

Nach 36 Jahren ist Schluss: Die Funke-Gruppe verkauft ihre Anteile an der „Kronen“-Zeitung – und überlässt die Bühne nun ganz der Herausgeber-Familie.

Abfindungen im Ă–ffentlich-Rechtlichen: Von der Politik lernen heiĂźt, Geld verlieren lernen

Das Ex-Spitzenpersonal von RBB, ARD & Co. wird mit enormen „Ruhegeldern“ befriedet. Dabei wurden die ursprünglich für politische Beamte erdacht.

SĂĽdwestdeutsche Medienholding: Der stille Zeitungsriese des SĂĽdens

In Süddeutschland herrscht die SWMH mit einem Quasi-Monopol über den Zeitungsmarkt. Jetzt will sie sich aufspalten – doch das macht es nicht besser.

Jobwechsel von Constantin Schreiber: Immer dem Herzen folgen

Constantin Schreiber wechselt von der „tagesschau“ zu Springer, während dort gerade andere gehen müssen. Wem nutzt die neue Liebesbeziehung?

Finanzbedarf der Rundfunkanstalten: Ă–ffentlich-Rechtliche haben Schmetterlinge im Bauch

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs feiert 50. Geburtstag und die öffentlich-rechtlichen Sender sind verliebt wie nie zuvor.

Regierungssprecher Stefan Kornelius: Vom Journalismus in die Regierung – dürfen die das?

Ăśbergabe der Sprecherzettel im Kanzleramt. Zwischen Schlips-Renaissance und Merz-Prosa beginnt die Regierungskommunikation erstaunlich oldschool.

Neuer Minister fĂĽr Kultur und Medien: Im Geist von Springers Chauvi-Club

Ein Verleger will Medienminister werden? Früher wäre das mit Verweis auf einen Interessenkonflikt verhindert worden. Nicht so nun bei Wolfram Weimer.

Gewalt gegen Presse: Journalist*innen mĂĽssen besser geschĂĽtzt werden

Immer mehr Hass und Gewalt, immer weniger Kolleg*innen: Lokaljournalismus wird zur Gefahrenzone – doch niemand möchte für besseren Schutz zahlen.